Schlagwort-Archive: Japan

Harumi Kurihara: Harumis japanische Küche

Als Japans berühmteste Kochbuchautorin bezeichnet der Einband des Buches
harumi

Harumis japanische Küche: Klassisch – einfallsreich – einfach zuzubereiten

Harumi Kurihara.

In der Tat ist die „Martha Stewart Japans“ sehr erfolgreich, mit mehr als 20 Kochbüchern, einem vierteljährlichen blendend verkauften Kochmagazin und eigenen Läden in Japan, eigener Topfserie und all den Devotionalien, die eine Küchenberühmtheit so aufbieten kann.

„Harumis Japanese Cooking“, so der englische Originaltitel – das Buch wurde gezielt für den US-Markt konzipiert und mit Rezepten aus dem Magazin „Suteki“ gefüllt – wurde 2004 mit dem „Gourmand World Cookbook Award“ als bestes Kochbuch weltweit ausgezeichnet.

More than 75 Authentic and Contemporary Recipes from Japan’s Most Popular Cooking Expert“ verspricht die US-Ausgabe, eine Information mit der Dorling Kindersley in Deutschland nicht so freigebig auf dem Cover wirbt.

Tatsächlich war ich skeptisch, nachdem ich die Rezensionen bei Amazon.com und Amazon.de gelesen hatte – das Gros der Rezensionen lobt zwar die „gesunde“ und kreative japanische Küche, aber so mancher beklagt auch, dass zu vieles europäisiert / verwestlich werde.

Ich bin bekanntlich ein großer Fan der asiatischen und besonders der traditionellen japanischen Küche, höchste Zeit also, mir das Buch einmal genau anzusehen. Harumi Kurihara: Harumis japanische Küche weiterlesen

Mehr Lesefutter:

Hirohisa Koyama – Japan und seine Eßkultur

Das Zen des Kochens.
koyama

Hirohisa Koyama – Japan und seine Eßkultur

„In Japan gilt Hirohisa Koyama als einer der größten Köche unserer Zeit.“  — (Klappentext)

Europäer kennen aus der japanischen Küche vor allem Sushi. Dass die japanische Küchentradition sehr viel mehr umfasst als nur rohen Fisch, Reis und Meeresalgen – vor allem einen Hintergrund, der auf Kunst, meisterlichem Können und Kontemplation aufbaut statt auf simpler Nahrungszubereitung – geht dagegen an vielen westlichen Gourmets vorbei.

Hirohisa Koyama versteht es, in seinem wunderschön gestalteten Werk diese Zen-Tradition der Küchenkunst, den tiefempfundenen Sinn für Ästhetik und Reinheit der Zutaten und den starken kultischen Charakter der japanischen Küche auch für Europäer wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Die ebenso schlichten wie großartigen Fotografien von Jean-Luis Bloch-Lainé bilden einen perfekten Rahmen für die Erläuterungen des Küchenmeisters zu traditionellen Techniken und Ritualen und den feinen Geschmacksnuancierungen der japanischen Küche.

Diese Einführung in den zeremoniellen Akt des Kochens begleiten 54 Rezepte des Meisters, von der einfachen Grundbrühe bis zum Zimt-Millefeuille. Dies ist viel mehr ein Kunstbildband als ein Buch über das Kochen, wunderschön anzuschauen und eine Zierde für jedes Bücherregal. Schon beim Blättern kommen innere Ruhe und Gelassenheit auf. Die Rezepte schließlich sind trotz oder gerade wegen ihrer schlichten Einfachheit berückend und köstlich.

Das Zen kann kommen.

Bewertung: ★★★★½ 

Mehr Lesefutter: