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The Unofficial Guide to Las Vegas 2012

In der Planungsphase für einen ausgedehnten USA-Urlaub mit einem (kurzen) Stop in Vegas habe ich mir

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The Unofficial Guide to Las Vegas 2012

vorgenommen und ausführlich darin gelesen.

Laut dem Rückeinband bietet dieses Buch

Five Great Features and Benefits offered ONLY by The Unofficial Guide:

    * Over 100 hotels and casinos rated and ranked — the most offered by any guidebook — plus proven strategies for getting the best rate
    * Complete detailed descriptions of each casino and casino hotel
    * In-depth critical reviews of Las Vegas‘ 55 best shows and 30 top nightspots — the most offered by any guidebook
    * Detailed reviews of more than 70 restaurants — a complete dining guide within the guide, plus the best buffets rated and ranked
    * Fifty pages of gambling tips from how to play, recognize sucker games, and cut the house advantage to the bone

Tatsächlich stellt das Buch – nach den üblichen Standardinfos zu Anreise mit dem Auto, Flugzeug, Mietwagenbuchung – so ziemlich jedes Hotel in Vegas vor, und die eingearbeiteten „comparison charts“ (Listen mit Features und Lage und Preisen) sind auch sehr gut aufbereitet. Dass Vegas eine Kongressstadt ist, macht man sich als Gelegenheitsbesucher vielleicht nicht so klar, aber einige der größten Conventions der USA werden hier abgehalten, und so ist eine Übersicht, von welchen Hotels man wie lang zum Kongresszentrum braucht, für solche Besucher bestimmt eine gute Hilfe bei der Auswahl des Hotels, sofern sie darauf einen Einfluß haben.

Ich fand Tipps wie: „benutze die Monorail nicht wenn du unter 1 Meile zu laufen hast, weil der Weg zur Station hinter den Hotels länger ist als direkt zu laufen“ nützlicher für meine Zwecke.

Ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis
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Lonely Planet – Kanada

Kann man ein ganzes Land, noch dazu eines, das einen halben Kontinent bedeckt, in einen Reiseführer packen? Der

Lonely-Planet-Guide: Kanada

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versucht das.

Auf schlagkräftigen 1024 Seiten, die nach Bundesstaaten Kanadas sortiert sind, plus ein paar Exkurse zu Nationalparks und dem üblichen allgemein Wissenswerten, führt der Lonely-Planet-Guide: Kanada den Reisenden durch das riesige Land.

Dabei kommt der gewohnte, informative Aufbau der Lonely-Planet-Reihe zum Zuge: Sehenswürdigkeiten, Verkehrsmittel, und Restaurants und Unterkünfte nach Region und Preis aufgeschlüsselt werden vorgeschlagen, kleine Kartenausschnitte unterstreichen Tourenvorschläge, und natürlich werden nicht nur die „großen“ Sehenswürdigkeiten, sondern auch sportliche Aktivitäten, und so manche schrille Idee und Eigenheit aufgeführt. So weit, so gut.

2010 haben wir (mit dem Vorgänger dieses Buchs) eine Kanada-Reise geplant und auch umgesetzt. Während wir aber 2008 noch mit dem Lonely Planet Malaysia, Singapore & Brunei im Rucksack durch Malaysia getourt sind, bot sich dieses Vorgehen für Kanada nicht wirklich an. Das hat zum einen geografische Gründe. Malaysia ist ungefähr so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, und trotz einer faszinierenden Kultur einfacher in einen Buchdeckel zu quetschen als Kanada, das mit fast 10 Millionen Quadratkilometern auch physisch die Dimension eines solchen Guides sprengt. Schon Ontario für sich genommen ist dreimal so groß wie die Bundesrepublik. Der allgemeine Infoteil inklusive Ontario-Kapitel umfasst 275 Seiten, und das hätte für meine Zwecke völlig gereicht, dafür hätten mich manche Dinge vielleicht umfangreicher interessiert.

Bei der Planung ergab sich, dass die meisten Infos im Guide für mich relativ belanglos waren… wirklich cool und mit viel Nutzwert versehen sind für mich die Vorschläge, was man in 2,3,5 Tagen in einer der Metropolen anstellen kann, um ein ungefähres Bild davon zu haben, wie viel Zeit man da veranschlagen sollte, und was sich lohnen würde.
Ebenso hilfreich sind die Tipps zu An- und Abreise vom Flughafen, Verkehr, Fähren usw. Plant man aber einigermaßen vor, was bei Anreise aus Europa allgemein anzuraten ist, relativiert sich der Nutzen schon.
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San Sombrèro: Karibik, Karneval und Kakerlaken

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San Sombrèro: Karibik, Karneval und Kakerlaken

Amazon.de schreibt zu diesem „Reiseführer“:

San Sombrèro (…) heißt das mittelamerikanische Ziel der total verrückten Reiseführer-Reihe, die Länder beschreibt, die es gar nicht gibt! Nach dem zart-bitteren, osteuropäischen Molwanien und dem süß-sauren, südostasiatischen Phaic Tan ergänzt (…) das exotisch-scharfe San Sombrèro die Destinationen-Landkarte der mega-schrägen, aus Australien stammenden Guides.

Wenn Lateinamerika witzig überzeichnet dargestellt wird, gibt es morgens Frühstücksflocken mit Rum, dann tanzen Urlauber zur Ruhmeshalle der Seeräuber. Neben landeskundlichen Infos erfahren Leser alles zu den Regionen San Sombrèros — von der lärmenden Hauptstadt Cucaracha City, in der sich korrupte Präsidenten nur drei Monate an der Macht halten, bis zum dichten Regenwald Maraccas, wo Öko-Lodges so schnell aus dem Boden schießen, wie der Regenwald abgeholzt werden kann. Trendsetter seilen sich in Krater hinab, denn „Volcano-ing“ ist echt angesagt. Auf traditionelle Art hingegen wird das Essen in heimischen Strandcafés serviert — „nach zwei Stunden Wartezeit, kalt und an den falschen Tisch“

So weit, so falsch…

Nach dem Reiseführer in das Balkan-Land Molwanien, der gewissermassen Kultstatus als Satire auf Reiseführer und gleichzeitig augenzwinkernde Glosse über die Eigenheiten ehemaliger Ostblock- und Balkanstaaten geniesst – eine höchst amüsante Lektüre – haben die Autoren Tom Gleisner, Santo Cilauro und Rob Sitch sich dieses Mal aller Lateinamerika- und Karibik-Klischees angenommen die man auf einem Haufen versammeln kann. Und der Reiseführer, der ausführlich mit Karten, Symbolen, Tips und Tricks ausgestaltet ist, ist kaum noch von einem professionellen Guide zu unterscheiden, bis hin zur Ankündigung weiterer Titel (mit weiteren fiktiven Staaten) auf den letzten Seiten des Buches.

Die Karten, Ortsnamen und die spassige Legende zu den Karten sind sehr vergnüglich anzuschauen, hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Das ist aber leider auch schon das Beste was ich über diesen Reiseführer sagen kann.

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Lonely Planet World Food: Malaysia & Singapore

Der englischsprachige Reiseführer im kleinen, handlichen Taschenbuchformat

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Lonely Planet – Malaysia & Singapore: World Food

versteht sich als kulinarisch ausgerichtetes Büchlein für

people who live to eat, drink & travel – with local recipes & culinary dictionary

Auf 288 Seiten findet man viele farbige Abbildungen von Essen (was mir ausgezeichnet gefällt) und einige ganzseitige Fotos von Menschen und Landschaften der Region (worauf ich in einem kulinarischen Reiseführer gut verzichten könnte). Das kleine Buch ist auf dickem Hochglanzpapier vollfarbig gedruckt, farbige Menuleisten am oberen Seitenrand und eine entsprechende Einfärbung des Schnitts erleichtern das Zurechtfinden zwischen dein einzelnen Abschnitten des Reiseführers.

Die Kapitel umfassen:

* The Culture of Malaysian and Singaporean Cuisine
* Staples & Specialties
* Drinks
* Celebrating with Food
* Regional Variations
* Where to Eat & Drink
* Understanding the Menu
* A Malaysian & Singaporean Banquet
* Fit & Healthy
* Eat Your Words

(sowie eine Literaturliste, einen Index und eine alphabetische Liste der 17 Rezepte, die lose im Buch verteilt sind).

Obwohl das Hosentaschenformat suggeriert, dass dies der ideale Begleiter für kulinarische Erkundungen vor Ort sein sollte, ist dem keineswegs so, sieht man einmal von dem lexikalischen Teil ab, der als Wörterbuch die gängigsten lokalen Nahrungsmittel, Restaurant-Begriffe und ein paar unbekannte Speisen in Englisch, Bahasa Melayu und Mandarin (Umschrift in Pinyin) erläutert. Stattdessen sollte man das Büchlein eher genüßlich vor der Reise nach Südostasien durchlesen. Vermutlich werden die meisten Reisenden zwar niemals in die Verlegenheit kommen, an einem malayischen Familienbankett teil zu nehmen, aber der soziokulturelle Kontext, der hier fachkundig eingebunden wird, lässt einen beim Lesen im Geiste daran teilhaben, und gestattet einen kleinen Einblick in das Leben Singapurs und Malaysias, samt seinen Traditionen die sich um das Essen winden.

Als nützlich erweisen sich die kleinen Übersichtskarten im Kapitel “Regional Variations”, die dabei helfen, in Singapur, Melakka, Kuala Lumpur und George Town typische Spezialitäten zu lokalisieren. Diese Karten hätten sich als laminierter Beileger oder kleine Faltkarte sicher sehr gut gemacht.

Der World Food Guide: Malaysia & Singapore bietet einen durchaus umfassenden und größtenteils informativen Überblick über traditionelle Speisen und die Küche der malaysischen Halbinsel. Mit dem hier versammelten Wissen kann man sich daran machen, in den Straßenküchen, auf den Märkten und in den Restaurants und food courts neue, fremde Speisen zu entdecken und zu genießen. Ich hätte mir noch Hinweise gewünscht, wo (und wann) man die typischen Lebensmittel-Märkte (wet markets) der Region findet, da ich ein starkes Interesse an sowas habe; aber mir ist durchaus bewusst dass dies den Rahmen eines solchen Büchleins sprengen könnte.

Im Großen und Ganzen deckt das Buch sein Thema recht gut ab, wenn es auch manche Behauptungen und Darstellungen darin gibt, die mich zusammenzucken lassen. So etwa der Hinweis an Diabetiker, südostasiatische Desserts könnten Zucker enthalten (ach?!) und deswegen ihrer Gesundheit nicht zuträglich sein; völlig grotesk ist der Hinweis, das malaysische Essen sei per se ungesund, weil fast alles “in Schweineschmalz frittiert werde.” Abgesehen davon dass hier Frittiertes keineswegs an der Tagesordnung ist, verbietet sich die Verwendung von Schweinefett in einem muslimischen Land schon von selbst…
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KulturSchlüssel: Malaysia und Singapur

Im Max Hueber Verlag sind in der Reihe KulturSchlüssel, herausgegeben von Gerd Simon, einige wirklich gute Reiseführer der etwas anderen Art erschienen, die – wie der Titel bereits suggeriert – dem Leser fremde Kulturen besser erschließen soll.

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Alice Aarau, JoAnn Craig: KulturSchlüssel Malaysia & Singapur
Andere Länder entdecken & verstehen

will den Lesern die vielschichtige multikulturelle Gesellschaft und Lebensweise Malaysias und Singapurs nahebringen – angesichts von drei großen Bevölkerungsgruppen mit höchst unterschiedlichem religiösem und soziokulturellem Hintergrund eine echte Herausforderung.

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