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Michael Crichton – Prey

Schon der dem Buch vorangestellte Einleitungstext, Artifical Evolution in the Twenty-first Century, befasst sich mit einem von Crichtons Steckenpferden, der Systemtheorie, der Frage von selbstorganisierenden komplexen Systemen, und so ist der Themenkreis von

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Michael Crichton: Prey

bereits abgesteckt.

Wieder einmal, wie schon bei The Lost World und Jurassic Park, haben sich skrupellose Wissenschaftler im Namen von Forschung und Mammon aufgemacht, neue Technologien zu erforschen und über den Punkt hinaus weiterzuentwickeln, an dem sie noch abbrechen und die Folgen ihres Tuns hinterfragen könnten – das ist der Kern von Jurassic Park, von Timeline, und auch im vorliegenden Roman der Quell allen Übels.

Dabei weiß Crichton durchaus recht faszinierend und teilweise auch fachkundig aus der Welt der Nanopartikel und Nanorobots zu erzählen, er vermittelt faszinierende Einblicke in Möglichkeiten und Gefahren der Nanotechnologie, und das alles so einfach und prägnant erklärt, dass es auch ein weniger in der Materie steckender Leser gut nachvollziehen kann. Dass nicht alle Thesen, die er aufstellt, unbedingt richtig oder fundiert sind, dass vieles davon Sci-Fi-Fabulieren bleibt, ist eher ein Fall für klassische Nörgler, denn ein echter Kritikpunkt an diesem Roman, und auch Kleinkram wie das Verwechseln von Piezozellen und Solarzellen sei ihm verziehen.

An Kritikpunkten allerdings mangelt es nicht.
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