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Lily Prior – La Cucina Siciliana oder Rosas Erwachen

Dieses Buch, das muss ich vorweg schicken, kam auf meinen Lesestapel durch den Cook the Books Club Event. Lily Priors „La Cucina“ war die Leseauswahl für den November/Dezember, und ein Blick in den Katalog der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen eröffnete mir, dass das Buch zumindest in der deutschen Übersetzung vorhanden war.

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La Cucina Siciliana oder Rosas Erwachen

Die Amazon-Kurzbeschreibung zitiert Bookseller folgendermassen:

Wer sagt denn, dass eine Bibliothekarin nicht sinnlich sein kann? Rosa Fiore bringt ihre Leidenschaft zum Kochen. „Eine Liebeserklärung an Sizilien, das Essen, Familie, die Mafia, Sex und Leidenschaft. So erfrischend wie und doch ganz anders (schärfer und stärker) als ‚Bittersüße Schokolade‘ wird dieses Buch das Herz des Lesers zum Pochen bringen: erotisch, sinnlich und köstlich für Frauen und Männer.“

Und wieder einmal beschleicht mich das Gefühl, dass hier der Pressetext eines Verlag herhält oder der Reviewer doch was vollkommen anderes gelesen haben muss als ich.
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Barbara Esstman – Mare’s Milk

Barbara Esstman fing nach eigenem Bekunden das Schreiben als Zeitvertreib in einer Midlife-Crisis an und meinte, es sei eine bessere Wahl als „Töpfern oder Makramee“ gewesen – zweifelsohne, denn ihr Roman Night Ride Home wurde 1999 mit Rebecca de Mornay und Keith Carradine verfilmt.

Warum auch immer der Verlag meinte, denselben Roman in Grossbritannien unter dem Titel

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Mare’s Milk

veröffentlichen zu müssen, ist ein Rätsel das sich mir nicht erschließt.

Die Handlung spielt im Jahr 1947 in Missouri. An einem schönen Frühlingstag stirbt der 16-jährige Simon Mahler, als sein Pferd Zad, eine rassige Araberstute, über einen Felsbrocken stolpert und ihn dabei unabsichtlich abwirft, da er nur halb im Sattel gesessen und sich auf diesem herumgelümmelt hatte. Sein Vater, Neal, der die Pferdenarrheit seiner Ehefrau noch nie verstanden oder gut geheissen hat, lässt seine Frau – die vor Trauer außer sich ist – einige Zeit in eine geschlossene Anstalt einweisen, wo man ihr mit Elektroschocks und Psychopharmaka noch den letzten Funken Verstand aus dem Hirn zu treiben versucht.

Noch in derselben Nacht erschießt Neal Mahler Zad, die das Lieblingspferd seiner Frau war, und verkauft alle ihre Pferde, die Nora mit einem kleinen Erbe ihrer Großmutter finanziert hatte. Über Wochen versucht er diesen Akt der Grausamkeit vor Nora zu verbergen. Die Familie bricht schließlich auseinander, Neal zieht mit Tochter Clea in die Stadt und überlässt seine Frau, die seiner Meinung nach nur zu Verstand kommen muss, ihrem Schicksal. Sein Ziel ist es, die Farm zu verkaufen, und alsbald nimmt er einen Job in Chicago an. Doch Nora will auf ihrem Grund und Boden bleiben.
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Angeline Bauer – Liebesromane schreiben

Mit

liebesromane

Liebesromane schreiben

bringt der Autorenhaus Verlag ein weiteres Bändchen auf den Markt, das Schreibprofis und die, die es werden wollen, anspricht.

Autorin Angeline Bauer, die selbst unter Pseudonym Liebesromane schreibt, geht das Thema genau an – bei den unterschiedlichen Formen von Liebesromanen von der Kurzgeschichte über das „Schundheftchen“, den „Nackenbeißer“ bis zum literarischen Liebesroman lässt sie nichts aus, gibt Einblicke in den Produktionsprozeß bekannter Liebesromanautorinnen und liefert übersichtliche Infos, wie man es richtig macht und was zu beachten ist beim Schreiben. Spannend ist etwa der Exkurs in die Welt der Regency-Liebesromane, oder die Erklärung des Begriffes Nackenbeißer.

Dabei arbeitet sich Bauer vom Speziellen (besonderen Formen des Liebesromans) zum Allgemeinen, nämlich Schreibtipps wie sie in jedem Autorenratgeber stehen, stehen sollten und auch tatsächlich zu finden sind, vor. Am Ende hält der Leser einen Ratgeber über das Schreiben in der Hand wie jeden anderen auch, nur eben angereichert um das – interessante – Spezialwissen zum Liebesroman. Hilfreiche Checklisten für angehende Autoren und einige wirklich gute Tipps zur konsistenten Beschreibung von Räumen und Topologien trösten darüber hinweg, dass vieles in diesem kleinen pinkfarbenen Bändchen nur alter Wein in neuen Schläuchen ist.

Ein vergnüglich zu lesender kleiner Ratgeber
über eine literarische Spielart, die – auch das macht die Autorin klar – zu Unrecht verschrieen und verkannt ist.

Bewertung: ★★★★☆ 

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