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N. T. Morley – Master / Slave

N. T. Morley ist selbst ein recht bekannter Autor erotischer Literatur. In

masterslave

Master/Slave

hat er insgesamt 60 erotische Kurzgeschichten aus dem Bereich BDSM zusammengestellt – jeweils 30 aus der Sicht des „Master“ und 30 aus der Sicht des „Slave“ erzählte. Das Buch kann man umdrehen, so dass auf der einen Hälfte die Stories aus dominanter Sicht zu finden sind, auf der anderen Seite die submissiven.

Erotikgeschichten gibt es viele, gute darunter zu finden ist jedoch alles andere als leicht, und das gilt doppelt für alle Spielarten von BDSM. Doch in dieser fein ausgewählten Anthologie gelingt es Morley, nicht nur relativ bekannte Namen wie Cecilia Tan, Patrick Califia, Debra Hyde oder Midori zu Wort kommen zu lassen, sondern auch neue Stimmen erheben sich hier und (ver-) führen den Leser tief in die Welt von Dominanz und Unterwerfung.

Erotik findet im Kopf statt; so sind auch die Geschmäcker verschieden. Wer sich für Master/Slave interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass hier ausschliesslich männliche Doms und weibliche Subs vorkommen, und eine eher (mäßig) harte Spielart von BDSM gepflegt wird. (Interessanterweise beschweren sich bei Amazon.com die Kommentatoren sowohl über „zuviel vanilla“ wie auch „zuviel BDSM / weird sex“ – man kann es einfach nicht jedem recht machen).

Unabhängig von den eigenen sexuellen Neigungen sind die Stories in dieser Sammlung sprachlich ausgefeilt, abwechslungsreich ausgewählt, und nicht selten von durchaus literarischer Tiefe. Die Dynamik zwischen den Protagonisten ist exzellent ausgearbeitet, kurzum, es ist eine Lust, diese erotischen Kurzgeschichten zu lesen und sich in die spannungsgeladene Atmosphäre und Erotik der Erzählungen hineinziehen zu lassen. Die Auswahl der Geschichten ist für meine Begriffe ausgesprochen gelungen und höchst anregend. Ein schöner Reader, nicht nur fürs Kopfkissen 🙂 .

Bewertung: ★★★★★ 

Mehr Lesefutter:

Elizabeth Benedict – Erotik schreiben

Erotische Texte zu schreiben, das ist eines der schwersten Unterfangen überhaupt – jeder der das einmal versucht hat, weiss, wie schwer.

In
erotikschreiben

Elizabeth Benedict – Erotik schreiben. Mit anregenden Beispielen aus der modernen Literatur

versucht die Autorin, sich dem Thema von unterschiedlichen Seiten und immer mit einem Blick auf die (englischsprachige) Literatur zu widmen. Die Kapitelüberschriften verraten schon ansatzweise, wohin die Reise geht:

  1. Was wird Oma von mir denken? – Autoren reden über das Thema Sex
  2. Eine Liebesszene ist keine Gebrauchsanleitung – und andere Grundlagen
  3. „Überrasch mich“ – und andere literarische Appelle
  4. AIDS in der Literatur – Was hat sich seit 1995 verändert?
  5. Die Unschuld loswerden – und andere erste Male
  6. Grosse Erwartungen – Hochzeitsnacht und Flitterwochen
  7. Lebenslänglich – Ehepartner
  8. Ein dreifaches Hoch – auf den Ehebruch
  9. Zu Dir oder zu mir – Sex aus Spaß an der Freude
  10. Verbotener Sex – Gesetz, Geschichte, Staatsanwalt
  11. Solo Sex – Allein am Telefon und im Internet

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