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Hans Kammerlander – Seven Second Summits

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Nach Erlebnissen an den 14 Achttausendern und rund 50 Erstbegehungen hatte Hans Kammerlander ein neues Ziel: die Besteigung der zweithöchsten Gipfel auf den sieben Kontinenten. Sein Projekt der »Seven Second Summits« wurde zu einer Reise um die Welt; vom K2 in Asien, der ihm extrem viel abverlangte, über den Ojos del Salado am Rand der Atacamawüste bis zum Dschungel Neuguineas. Doch dann wurde ausgerechnet der vergleichbar »einfache« Mount Logan in Nordamerika zum Auslöser heftiger Diskussionen – zu einem Zeitpunkt, als der erfahrene Höhenbergsteiger längst entschlossen war, zum Berg des Anstoßes zurückzukehren…

So weit die Verlagsbeschreibung zu Hans Kammerlanders Seven Second Summits: Über Berge um die Welt

Ich habe schon als Kind gern Bergsteigerabenteuer gelesen, und lese bis heute gern so etwas. Das Buch klang also eigentlich super. Eigentlich…

Kammerlander als Zeitgenosse und Wegbegleiter von Reinhold Messner ist mir ein Begriff. Er weiss ganz zweifelsohne, von was er redet, und so ist sein Bericht von der Besteigung der jeweils zweithöchsten Berge der sieben Kontinente auch von seiner Fachkenntnis geprägt, und seiner recht bescheidenen, sich zurücknehmenden Art. Das ist durchaus eine Zier. Leider macht es ihn aber nicht zu einem guten Erzähler.

Meine Irritation mit diesem Buch beginnt bereits damit, dass der Prolog sich ganz ausführlich und eher schnarchnasig der schon auf dem Klappentext erwähnten Vorgeschichte widmet, und auch das erste Kapitel, die Besteigung des K2, zieht sich für mich wie Kaugummi. Nein, das Kapitel erzählt eben nicht sein Abenteuer K2. Stattdessen lässt uns Hans Kammerlander wortreich wissen, warum der K2 so toll und so schwer und so aussergewöhnlich ist und wer sich noch alles dort herumgetrieben hat, er erzählt von seinem ersten Versuch den Berg zu besteigen, von der Topographie, und irgendwann, sehr spät im Kapitel, geht es dann auch tatsächlich, endlich!, um diese letzte, erfolgreiche Besteigung, aber das alles liest sich wie eine Nacherzählung aus einem Schulaufsatz.

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Lene Gammelgaard – Die letzte Herausforderung

Untertitelt ist Lene Gammelgaards Bericht über ihre Teilnahme an der Sagarmatha-Umweltexpedition vom 1996 mit „Wie ich die Tragödie am Mount Everest überlebte“. Die knappe Antwort darauf ist: mit Glück. Sehr viel Glück.

Einen Achttausender zu besteigen ist kein Zuckerschlecken – das weiß auch die erfahrene dänische Bergsteigerin, als sie beschließt, gemeinsam mit einem Team um die Firma ‚Mountain Madness‘ des bekannten Bergsteigers Scott Fischer den Chomolungma oder Mount Everest zu besteigen. Sie will die erste Dänin auf dem Dach der Welt werden – und heil wieder herunter kommen, das ist von Tag 1 ihres Trainings ihr wichtigstes Mantra.

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Lene Gammelgaard – Die letzte Herausforderung

Neben der Besteigung des höchsten Berges auf unserem Planeten, vorzugsweise ohne Sauerstoff, haben es sich die Teilnehmer der Expedition zum Ziel gesetzt, etwas von dem dort angesammelten Müll vom Berg zu tragen. Denn die Höhen des Himalaya sind längst nicht mehr jungfräulich – nicht nur weniger glückliche Bergsteiger kann man schockgefroren in den kalten Gräbern des Berges vorfinden, vor allem haben die Expeditionen ihren Müll, insbesondere Unmengen von Sauerstofflaschen zurückgelassen.

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