Raghavan Iyer – 660 Curries

This book is nothing short of a treasure chest, containing an endless supply of very authentic Indian recipes, each bursting with the true flavors of Indias many regions.“ wird Madhur Jaffrey auf dem Rückeinband von

660curries

Raghavan Iyer – 660 Curries

zitiert, und das ist eine sehr zutreffende Beschreibung.

Iyer liefert mit diesem (nicht bebilderten) Wälzer nicht weniger als eine ultimative Curry Bible ab. Fast ein Jahr habe ich das Buch nun in höchst aktiver Benutzung, und würde es jederzeit wieder kaufen (und an Freunde der indischen Küche verschenken).

Das Buch beginnt mit Spice Blends, trockenen wie Pasten, die durch den Rezeptteil immer wieder Verwendung finden, dann folgen „appetizer curries“, wobei durchaus auch „klassische“ Vorspeisen dabei sind wie Pakoras, und schliesslich

  • Poultry, Game and Egg Curries
  • Beef, Lamb and Pork Curries
  • Fish & Seafood Curries
  • Paneer Curries
  • Legume
  • Curries
  • Vegetable Curries
  • Contemporary Curries
  • Biryani Curries

und als Abschluss „curry cohorts“, also Beilagen aller Arten – Brot, Reis, Relishes, Raitas, Chutneys.

Der umfangreichste Teil sind die Gemüsecurries, gefolgt von denen mit Hülsenfrüchten – (nicht nur) Vegetarier dürften an diesem Buch ihre helle Freude haben.

Zwar tauchen auch ein paar durchaus unauthentische Zubereitungen auf, die eher in den Bereich der Fusion Cuisine einzusortieren sind – thailändisch inspiriertes, Macaroni & Cheese mit indischem Einschlag (Macaroni & Paneer) – aber das Gros der Rezepte dieses schier unerschöpflichen Nachschlagewerks indischer Gerichte ist typisch und authentisch indisch und schmeckt auch so.

Ein kleines Manko ist, dass nur wenige Vorschläge zu Kombinationen von Gerichten angeboten werden, so dass der Laie sich bei der Zusammenstellung eines typisch indischen Menus etwas allein gelassen sieht. Wer zur Auswahl Rezeptfotos braucht, hat hier ein kleines Problem – allein im Einband finden sich auf mehreren Vollfarbseiten Abbildungen von Gerichten, der Rest des Buches besteht ausschliesslich aus Text.

Für den Preis – derzeit 15,95 Euro – erhält man über 800 Seiten geballtes Fachwissen und Rezepte. Iyer führt nicht so systematisch an die Gerichte Indiens heran wie es etwa Julie Sahni in ihren mittlerweile zu Klassikern avancierten Büchern über indische Kochkunst tat, dafür aber mit einer Vielzahl an exzellenten Rezepten, die dieses Werk auch noch für langjährige Fans indischen Essens mit einer gut sortierten Kochbuchsammlung zu einer lohnenswerten Anschaffung machen.

Für mich ein Must-Have im Kochbuchregal.

Bewertung: ★★★★★ 

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