Lee Child – Without Fail

Der sechste Roman der Jack-Reacher-Reihe

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Lee Child: Without Fail

Fünf Jahre nach den Ereignissen aus The Killing Floor trifft Jack Reacher auf die frühere Freundin seines Bruders Joe, der in The Killing Floor ums Leben kam, und nimmt einen höchst interessanten Auftrag an – er soll nämlich den Vizepräsidenten der USA ermorden.

Natürlich wissen die Leser, dass Reacher – auch wenn er im Austeilen von tödlichen Attacken im allgemeinen nicht eben zimperlich ist – niemals vorsätzlich den Vizepräsidenten umbringen würde, als ehemaliger Militärpolizist mit Ehre tut man so etwas einfach nicht. Was steckt also dahinter?

Reachers Auftraggeberin arbeitet für den Secret Service und soll die Sicherheit des künftigen, noch nicht vereidigten VP garantieren. Doch gegen den Politiker liegen Drohungen vor, und Reacher soll als Berater feststellen, wo ihre eigenen Sicherheitsmaßnahmen noch Lücken haben.

Das Ergebnis ist verheerend – binnen 5 Tagen hätte Reacher den VP viermal töten können, und er kann das auch beweisen. Seine Auftraggeberin ist am Boden zerstört. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird die Bedrohung, die bislang eher nach „Spinner-Brief“ aussah, unversehens real, als eine Demonstration per Brief angekündigt wird: an verschiedenen Orten der USA ermordet jemand zwei Männer mit dem gleichen Namen wie der VP und zeigt, dass die Killer ihre Drohung jederzeit wahrmachen können. Jetzt muss Reacher die tatsächlichen Verbrecher jagen, statt sich Mordmethoden auszudenken, und ihnen dabei gleichzeitig einen Schritt voraus sein, soll der VP am Leben bleiben.

Was sich entwickelt, ist eine atemberaubende Jagd nach den Tätern, die einen Insider beim Secret Service zu haben scheinen, ja sogar mit Waffen arbeiten, die der Secret Service verwendet – was das FBI auf den Plan bringt, das den gesamten präsidialen Geheimdienst verdächtigt. Während sich die nationalen Sicherheitswächter gegenseitig beharken, macht unterdes Reacher seinen Job – doch einen weiteren Todesfall kann auch er nicht verhindern.

In diesem Thriller lernen wir unter anderem Frances Neagley kennen, eine frühere Kollegin von Reacher, die mit ihrer Expertise aushilft. Ausserdem gibt Lee Child ein paar interessante Einblicke in das amerikanische Wahlsystem und die Funktion des Vizepräsidenten. Vor allem aber ist dieser Roman exzellente Unterhaltung, klasse geschrieben und so spannend, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte.

Bewertung: ★★★★½ 

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