Hilary Bonner – The Cruelty of Morning

Wir schreiben 1967. Jennifer Stone findet bei einem Strandspaziergang die Leiche einer unbekannten jungen Frau. Einen Tag später verschwindet ein Mädchen aus dem Ort und taucht nie wieder auf – sie ist für immer verschwunden, der Mord bleibt unaufgeklärt.

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Hilary Bonner – The Cruelty of Morning

20 Jahre später lebt Jennifer in einer Beziehung mit einem Mann, die an sexuelle Hörigkeit grenzt – und stolpert erneut über die seltsamen Ereignisse von damals, die ihrer beider Vergangenheit betreffen. Immer tiefer wird sie in die Geschehnisse hineingezogen – und rührt an Dinge, die sie besser unangetastet gelassen hätte…

Hilary Bonner ist mit ihrem Erstlingswerk ein atemberaubender Psychothriller gelungen, der gekonnt zwei Zeitebenen verknüpft – die Schrecken und Peinlichkeiten der Vergangenheit verbinden sich nahtlos mit den Affären und Erfahrungen der Jetztzeit.

Wer sich von offenkundig erotischen Darstellungen abgestoßen fühlt, für den ist dieses Buch nicht das richtige – es ist schon eher ein erotischer Thriller, der manchem vielleicht zu pornographisch vorkommen könnte. Gerade die Sexualität ist aber ein Schlüsselmotiv im komplizierten Plot um Macht und Einfluß, und Bonner schafft eine knisternde Atmosphäre, deren Spektrum von nervenbebender Erregung bis atemlähmender Angst reicht, die der Leser wie seine eigene miterlebt – und in einem Finale mit einem echten Knalleffekt gipfelt. Hitchcock hätte es nicht besser machen können.

Bewertung: ★★★★½ 

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