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	<title>Rezensionen</title>
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	<description>von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>David Roberts &#8211; Finding Everett Ruess</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 08:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
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		<description><![CDATA[Finding Everett Ruess by David Roberts, with a foreword by Jon Krakauer, is the definitive biography of the artist, writer, and eloquent celebrator of the wilderness whose bold solo explorations of the American West and mysterious disappearance in the Utah desert at age 20 have earned him a large and devoted cult following. More than [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Finding Everett Ruess</strong> by David Roberts, with a foreword by Jon Krakauer, is the definitive biography of the artist, writer, and eloquent celebrator of the wilderness whose bold solo explorations of the American West and mysterious disappearance in the Utah desert at age 20 have earned him a large and devoted cult following. More than 75 years after his vanishing, Ruess stirs the kinds of passion and speculation accorded such legendary doomed American adventurers as Into the Wild’s Chris McCandless and Amelia Earhart.</p></blockquote>
<p>lautet die Kurzbeschreibung bei <em>Amazon.de</em> zu</p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0307591778/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0307591778"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=0307591778&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=webhafen-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0307591778" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/030759176X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=030759176X">Finding Everett Ruess: The Life and Unsolved Disappearance of a Legendary Wilderness Explorer</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=030759176X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</h3>
<p>Und tatsächlich war ich nach Jon Krakauers <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2009/01/jon-krakauer-into-the-wild/">Into the Wild</a>, das ich sehr mochte, gespannt auf dieses Buch, welches einen &#8220;Explorer&#8221; und Künstler gleichermaßen darstellen sollte. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Everett_Ruess">Everett Ruess</a> (der hier verlinkte Wikipedia-Artikel fasst recht gut zusammen was über ihn bekannt ist) begab sich als Teenager auf immer längere Touren durch die Wildnis der USA, bis er schließlich im Alter von ungefähr 20 irgendwo in den Wüstenlandschaften von Utah verschwand.</p>
<p>David Roberts hat versucht, aus den Materialien, die Ruess hinterliess, eine Biographie zu erstellen &#8211; kein ganz leichtes Unterfangen, denn gut 70 Jahre nach dem Verschwinden eines jungen Mannes noch Zeitzeugen zu finden ist nahezu unmöglich. So stützt sich Roberts vor allem auf die Briefe und Tagebücher, die der Familie Ruess von Everett geblieben sind, und die Arbeit anderer Ruess-Enthusiasten, wie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0879052104/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0879052104">Everett Ruess: A Vagabond for Beauty</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0879052104" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />.</p>
<p>Man merkt, dass sich der Autor tief in sein Recherchethema eingearbeitet hat. Tatsächlich fand ein Großteil davon in Zusammenarbeit mit <em>National Geographic</em> statt, die Roberts für diesen <a href="http://adventure.nationalgeographic.com/2009/04/everett-ruess/david-roberts-text">Artikel über Everett Ruess</a> bezahlten. Und beim Lesen des Buches wünschte ich mir, er hätte es bei diesem Artikel belassen, denn im Gegensatz zum Buch ist dieser gestrafft, und halbwegs spannend geschrieben.<br />
<span id="more-1519"></span><br />
Ich fand <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004J4WL6E/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B004J4WL6E">Finding Everett Ruess</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B004J4WL6E" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> mühsam zu lesen, was nicht nur damit zu tun hat dass Roberts den Leser mit (immer wieder kehrenden) Auszügen aus Ruess&#8217; teilweise recht belanglosen Briefen anödet, sondern vor allem damit, dass mir das Besondere an Everett Ruess nicht aufgehen will, abgesehen von seinen Kunstwerken, von <a href="http://everettruess.net/resources.html">denen man einige hier sehen kann</a>. Während Chris McCandless bei Krakauer zu einem lebenden, atmenden, Idealismus ausstrahlenden Individuum wächst, ist Everett Ruess einfach nur ein egoistischer Bengel, der das grosse Glück höchst verständnisvoller Eltern hat, und auf eigene Faust loszieht und sich dabei wie ein Volltrottel aufführt. Die Passagen, die Roberts aus seinen Briefen über das Leben im amerikanischen Südwesten zitiert, über die unbändige Armut und Not der indigenen Bevölkerung, zu der Everett nur einfällt, dass sie sehr unmoralisch seien, weil sie ihn bestehlen (nachdem er festgestellt hat dass sie ein Jahreseinkommen von ca. 1 Dollar haben), lassen ihn nicht in besserem Licht dastehen.</p>
<p>Everett Ruess ist unsympathisch &#8211; und was noch viel schlimmer ist: einfach vollkommen uninteressant. Könnte Roberts wenigstens ein bisschen Zauber in das Buch bringen, etwas vermitteln vom Flair der &#8220;Entdeckungsreisen&#8221; eines Künstlers in die atemberaubende Natur der Vereinigten Staaten, man würde es ihm verzeihen. Aber Everett scheint sich nur in Floskeln darüber zu ergehen, was er erlebt, wo man da einen <em>eloquent celebrator</em> zu finden meint, erschliesst sich mir nicht. Das alles macht nicht wirklich Spaß, bleibt langweilig, das Schicksal von Ruess berührt einen eigentlich immer weniger, je weiter man liest. Das Vorwort von Jon Krakauer war der Teil des Buches, der für mich am flüssigsten geschrieben war, und am meisten Lust auf das Weiterlesen machte. Das sagt wohl alles.</p>
<p>Im zweiten Teil des Buches macht sich Roberts daran, die Person Ruess zu ergründen, vor allem aber herauszufinden, was ihm zugestoßen ist oder sein könnte. Hat er sich umgebracht? Wurde er ermordet? Ist er irgendwo einfach nur jämmerlich erfroren, verhungert, verdurstet? Die Analysen, die Roberts versucht, hätten massiv von Kartenmaterial der besprochenen Region profitiert, aber auch so wird klar, dass alles Spekulation bleiben muss. <a href="http://www.faz.net/aktuell/reise/fern/gefunden-das-geheimnis-von-everett-ruess-ist-geloest-1796180.html">2009 glaubte man noch, Everetts sterbliche Überreste gefunden zu haben</a>, was der &#8220;Legende&#8221; (warum eigentlich?) von Ruess eher nützte als schadete, heute ist man aber sicher, dass es sich nicht um den jungen Mann aus Oakland handelte. </p>
<p>Dafür gibt es mittlerweile ein Kunst- und Kulturfestival in Escalante, dem Ort wo er zuletzt gesehen wurde, die <a href="http://everettruessdays.org/">Everett Ruess Days</a>. </p>
<p>David Roberts bemüht sich, Everett Ruess zu finden &#8211; und scheitert &#8211; vor allem mit dem Versuch, seinen Leser zu unterhalten. So gut dokumentiert sein Material auch ist, es vermag nicht zu fesseln, und ist ein Langweiler erster Güte.</p>
<p>&nbsp;<br />
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9734;&#9734;&#9734;&nbsp;</p></p>
<p><center><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=webhafen-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=030759176X" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></center><br />
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<div id="vgwpixel"><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/5c7e2ecb2c784cd8a32e82c2f812edff" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kelly Winters &#8211; Walking Home: A Woman&#8217;s Pilgrimage on the Appalachian Trail</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 15:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange, bevor sich Bill Bryson auf seinen Walk in the Woods (auf Deutsch: Picknick mit Bären) begab und damit ein weitgefächertes Interesse am Appalachian Trail weckte, nämlich vor mehr als 25 Jahren, interessierte ich mich schon für diesen ungewöhnlichen Wanderweg, der sich 2100 Meilen entlang steiler Bergrücken quer durch 14 Staaten der USA zieht. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange, bevor sich Bill Bryson auf seinen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0767902521/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0767902521">Walk in the Woods</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0767902521" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (auf Deutsch: <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2005/09/bill-bryson-picknick-mit-baren/">Picknick mit Bären</a>) begab und damit ein weitgefächertes Interesse am <a href="http://www.appalachiantrail.org/">Appalachian Trail</a> weckte, nämlich vor mehr als 25 Jahren, interessierte ich mich schon für diesen ungewöhnlichen Wanderweg, der sich 2100 Meilen entlang steiler Bergrücken quer durch 14 Staaten der USA zieht. Das war noch vor den Zeiten des WWW, und dennoch trieb ich Informationen auf, Schnipsel, begann zu sammeln und davon zu träumen, irgendwann <em>den Trail</em> zu begehen. </p>
<p>Irgendwie wurde daraus aber nichts, dennoch faszinieren mich Berichte über solche Outdoor-Abenteuer sehr. Deswegen stand auch </p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1555836585/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1555836585"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=1555836585&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=webhafen-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1555836585" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1555836585/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1555836585">Walking Home: A Woman&#8217;s Pilgrimage on the Appalachian Trail</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1555836585" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</h3>
<p>lange Zeit auf meiner Leseliste bzw. dem Wunschzettel, und vom Erwerb bis zum Lesen vergingen nochmals zwei Jahre. Bequem auf einem Sessel sitzend, in einem thailändischen Resort bei Außentemperaturen von 30°C, war das genau die Art von Lektüre, die Spaß macht. Und tatsächlich hatte ich Spaß beim Lesen, denn Kelly Winters ist eine durchaus begabte Autorin und lässt mit ihren Beschreibungen die Schönheit der Natur, welche sie durchwandert, bildhaft erstehen, ebenso wie auch ihre Schilderungen von Unwettern und anderen weniger schönen Begleitumständen ihrer Wanderung sehr lebensecht sind.</p>
<p>Mit wenig schönen Begleitumständen, oder eher Auslösern für diese Wanderung zu sich selbst, beginnt auch das Buch, und das ist mit mein größter Kritikpunkt, denn Winters lässt sich recht plastisch und unnötig ausführlich (nicht nur) für meinen Geschmack über die ungesunde Beziehung zu einem Mann aus, dessen sexuelle Vorlieben eher unappetitlich waren. Sie braucht lange, um die Kraft zu finden diesen Mann zu verlassen, und ich kann nur vermuten, dass sie dies deswegen an den Anfang gestellt hat, weil es in so starkem Kontrast zu der selbstbewussten Person steht, die man am Ende des Buches kennen gelernt hat.<br />
<span id="more-1501"></span><br />
Mit dem Trail-Namen &#8220;Amazing Grace&#8221; geht sie auf die lange Wanderung. Winters ist zum Beginn ihrer Reise fit, und hat langjährige Erfahrung mit dem Campen in der Wildnis, ausserdem bringt sie eine starke Liebe zur Natur mit, etwas das ihr ihr Vater vermittelt hat. Dessen Tod ist ein weiterer Schlag für ihre Psyche- Ihre Reise zu sich selbst, die Selbstfindung, eben die &#8220;Pilgerreise&#8221; steht im Vordergrund dieses Buches, wenn die Autorin auch von ihren Erlebnissen auf und neben dem Trail berichtet, zum Beispiel von der Gastfreundschaft der Südstaaten wie der Feindseligkeit der Rednecks. </p>
<p>Bei aller guten Vorbereitung ist sie jedoch nicht gewappnet für den Trail; sie stellt fest dass sie nicht so viele Kalorien tragen kann wie sie bräuchte und verliert. Sie berichtet vom Kampf mit dem inneren Schweinehund; von der Abwägung, lieber noch einen Tag zu rasten und sich auszukurieren als sie krank ist, oder weiter zu gehen, um nicht zurückzufallen, es vor dem Schnee ans andere Ende des Trails zu schaffen; von verschwundenen Pfaden, dem Gefühl fertig und durchnässt zu sein; von Freund- und Feindschaften in der Gemeinschaft derer, die den Trail laufen, und auch von &#8220;trail magic&#8221; und &#8220;trail angels&#8221;. </p>
<p>Manche Leser bei <em>Amazon.com</em> werfen ihr vor, sie sei zu negativ und beschwere sich zu viel, jammere nur, aber das habe ich beim Lesen ganz anders empfunden. Manche ihrer Entscheidungen finde ich fragwürdig, aber es sind ihre Entscheidungen, nicht meine, und sie ist den Trail gelaufen, ich nicht &#8211; ich maße mir nicht an darüber zu urteilen. Sie liefert jedenfalls ein relativ ernüchterndes Bild des Erlebnisses &#8220;Appalachian Trial&#8221; ab, eines das zeigt, wie so eine Tour eben auch ablaufen kann, daran ist nichts verkehrt.</p>
<p>In der Erzählung gibt es ein paar Sprünge und Lücken; ich denke das ist verzeihlich bei jemandem, der mit 50 Pfund Rucksack völlig erledigt oft nicht mal mehr die Kraft für ein paar Zeilen im Tagebuch hat; letztlich ist es die Gewissheit, dass der Trail das ist was sie tun will und muss, die sie vorantreibt. Bei manchen Passagen musste ich fast hilflos lachen, in anderen Abschnitten tat sie mir wirklich leid, man leidet ein bisschen mit ihr durch das Buch.</p>
<p>Letzten Endes bringt Kelly Winters den Trail nicht zu Ende, sondern steigt noch vor den White Mountains aus, ihre Knie geben nach, und sie hat Angst um ihre Gesundheit und bei den Wetterbedingungen nicht ganz ohne Grund auch um ihr Leben. Ihre innere Klarheit hat sie zu diesem Zeitpunkt gefunden, und daraus zieht sie auch die Kraft, zu sagen: es ist genug, es reicht, ich muss den Trail nicht durchziehen nur um mir oder anderen etwas zu beweisen. Ich bin am Ziel. Viele werfen Winters genau das vor, dass sie ja kein &#8220;echter&#8221; <em>Thru-Hiker</em> sei, aber ich finde diese Entscheidung mutig &#8211; und so wie niemand sie gezwungen hat überhaupt loszugehen, steht es auch niemandem zu, sie für das &#8216;vorzeitige&#8217; Beenden der Reise zu verurteilen.</p>
<p>An ein paar Stellen scheinen mir dramatische Punkte etwas überzogen dargestellt, vielleicht um dem ganzen mehr Spannung zu verleihen, aber spannend ist das Buch &#8211; bis auf das sich bereits auf den ersten Seiten ankündigende Thema der Homosexualität, das ich ermüdend fand &#8211; auch so. Nein, Winters ist den Trail nicht komplett gelaufen, und ihr Buch ist sicher nicht so inspirierend geschrieben wie andere Werke zum Trail &#8211; ich habe nicht den Drang verspürt, neue Wanderstiefel zu kaufen und loszulaufen, eher im Gegenteil. Aber es ist ein recht authentisches Buch von jemandem, der ein Abenteuer wirklich gewagt hat von dem viele andere, mich eingeschlossen, nur träumen, und schon deswegen eine sehr lohnende Lektüre.</p>
<p>&nbsp;<br />
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&frac12;&#9734;&nbsp;</p></p>
<p><center><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=webhafen-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as4&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=ss_til&#038;asins=1555836585" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><br />
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		<title>Arto Paasilinna &#8211; Der liebe Gott macht blau (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen von der Lippe]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Arto Paasilinna genießt so etwas wie Kultstatus, nicht nur in Finnland ist er sehr populär. Seinen Büchern eigen ist ein recht eigenwilliger Humor, und ein stets kritisch-launiger Blick auf finnische Eigenheiten. Das ist auch in Der liebe Gott macht blau, gesprochen von Jürgen von der Lippe nicht anders. Die Handlung: Gott, der Allmächtige, hat die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.luebbe.de/Autoren/Details/Arto+Paasilinna">Arto Paasilinna </a> genießt so etwas wie Kultstatus, nicht nur in Finnland ist er sehr populär. Seinen Büchern eigen ist ein recht eigenwilliger Humor, und ein stets kritisch-launiger Blick auf finnische Eigenheiten. Das ist auch in </p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3785737017/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3785737017"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=3785737017&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=webhafen-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3785737017" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3785737017/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3785737017">Der liebe Gott macht blau, gesprochen von Jürgen von der Lippe</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3785737017" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></h3>
<p>nicht anders.</p>
<p>Die Handlung: Gott, der Allmächtige, hat die Schnauze voll, und braucht ganz ganz dringend Urlaub. Da er aber die Geschicke der Welt, die er im übrigen aus einem alten feuchten Gemäuer in Bulgarien steuert, nicht einfach so loslassen kann &#8211; schließlich gibt es da noch den ewigen Gegenspieler, und auch die anderen Göttinnen, Götter und Religionen dieser Welt bereiten ihm Kopfzerbrechen &#8211; muss ein Stellvertreter her. Doch sowohl Petrus als auch der Erzengel Gabriel lehnen dankend ab, sie ziehen lieber im Hintergrund die Fäden. Also beauftragt Gott seine Heerscharen damit, jemanden zu finden, der tief gläubig ist und die richtige Einstellung zum Job hat. Und ganz zum Entsetzen seiner beiden rechten Hände findet der Herr diese Person in Birger Ryynänen, einem Kranfahrer aus Finnland, der auch schon mal wenn ihm langweilig ist Stoßgebete für die Besserung der Welt abgibt.</p>
<p>Birger findet das Jobangebot klasse, und tritt an, den Weltfrieden herzustellen und bei der Gelegenheit auch den Himmel (= den Wohnsitz Gottes) aus dem muffigen alten Gemäuer auf dem Balkan dahin zu verlegen, wo er seines Erachtens hingehört: nach Finnland nämlich. Das allerdings findet gar nicht die Gegenliebe von Petrus und dem Erzengel&#8230;</p>
<p>Wie Birger die Geschicke der (nicht nur) gläubigen Welt lenkt, ist recht locker-flockig beschrieben, und Paasilinna schafft es, die Existenz von christlichem Gott und anderen Weltreligionen sowie der Evolution und Wissenschaft geradezu schlüssig zu einem großen Ganzen zu vereinen. Dieser Weltentwurf ist eine der Stärken des Buchs. Neben Birgers Geschichte und seinem Ringen nicht nur mit dem Leibhaftigen, sondern auch den ihm Steine in den Weg legenden Engeln, wird auch noch die seines besten Freundes erzählt, der stets dem schnellen Geld und dem nächsten garantiert Erfolg versprechenden Projekt sowie allen Rockschößen nachjagt, und der im Laufe des Buches sogar seinen eigenen Schutzengel bekommt. Zwecks Modernisierung des Himmels wird ausserdem ein IT-Geek, ein frisch aus dem Silicon Valley aufgestiegener Engel, angestellt. Ein Jahr lang soll Birger durchhalten, aber an allen Ecken und Enden tun sich Baustellen auf, und es ist fraglich, ob er nicht mit seinen Veränderungen am Ende alles noch viel komplizierter macht.</p>
<p>Wirklich spannend ist die Geschichte bei aller Detailverliebtheit und humorösen Einlagen nicht; wie schon bei <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2009/09/arto-paasilinna-adams-pech-die-welt-zu-retten-horbuch/">Adams Pech die Welt zu retten</a> lässt die Story im letzten Viertel des Buches stark nach, das Pulver ist verschossen, im Grunde längst alles gesagt und erlebt. Dank des erneut fabelhaften Vortrags von Jürgen von der Lippe sind die fast sechs Stunden Hörbuch aber ein recht vergnüglicher Zeitvertreib, und schön im Auto nebenher zu hören.</p>
<p>&nbsp;<br />
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&#9734;&nbsp;</p><br />
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		<title>Norbert Golluch &#8211; Stirbt ein Bediensteter während der Dienstreise&#8230; (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 10:17:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[2 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Golluch, Norbert]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Urban Priol]]></category>

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		<description><![CDATA[Umständlich schön, unfreiwillig komisch, aber immer streng nach dem Buchstaben des Gesetzes: ein prall gefülltes Hörbuch mit Meisterwerken der Behördenprosa. Wir haben es immer gewusst: Die wahren Sprachschöpfer sitzen in unseren Amtsstuben und in den Ministerien, die Gesetzestexte verfassen. Die Fülle der ambitionierten Wort- und Sprachspiele lässt so manchen Lyriker und verdienten Prosaisten vor Neid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Umständlich schön, unfreiwillig komisch, aber immer streng nach dem Buchstaben des Gesetzes: ein prall gefülltes Hörbuch mit Meisterwerken der Behördenprosa. Wir haben es immer gewusst: Die wahren Sprachschöpfer sitzen in unseren Amtsstuben und in den Ministerien, die Gesetzestexte verfassen. Die Fülle der ambitionierten Wort- und Sprachspiele lässt so manchen Lyriker und verdienten Prosaisten vor Neid erblassen.
</p></blockquote>
<p>schreibt <em>Amazon.de</em> bzw. wohl der Pressetext(er) über das Werk von <a href="http://www.bookola.de/deutschspr-autoren/285-norbert-golluch/896-biografie-norbert-golluch.html">Norbert Golluch</a>.</p>
<p>Zumindest aber, was <strong>Urban Priol</strong> sehr gekonnt und mit hessischem bis pälzischem Zungenschlag auf dieser recht kurzen CD intoniert, wird dem Titel des Werks nur höchst bedingt gerecht.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821863528/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3821863528"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=3821863528&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=webhafen-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3821863528" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821863528/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3821863528">Stirbt ein Bediensteter während der Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet: Meisterleistungen der Beamtensprache</a></h3>
<p>Denn auch wenn natürlich eine ganze Menge Beamtendeutsch Einzug in diese satirisch-heitere Stilblütensammlung findet, ist doch der bei weitem größere Teil aus Schreiben von Privatpersonen entnommen, die sich ihrerseits daran versuchen, Sachverhalte für Versicherungen, Polizeidiensstellen, Richter und andere möglichst formgerecht zu erstellen &#8211; und im großen Maßstab scheitern. </p>
<p>Hinein gemischt sind reichlich überspitzte (und zumindest für mich ermüdende) Umwandlungen literarischer Werke in Beamtensprech, etwa der Erlkönig von Goethe, plus einiges, das &#8211; wie der Autor auch im Vorwort anmerkt &#8211; so in Beamtensprache hätte stehen können, dies aber keineswegs tut. Tatsächlich gesteht Golluch, seine Texte zu weiten Teilen &#8220;im Internet&#8221; gefunden zu haben, und an die Stelle echten Beamtendeutsches treten häufig selbst erfundene Pseudoformulierungen. </p>
<p>So verschenkt der Autor ein bisschen die Chance, dass sich hier das System der überverschwurbelten, an Verhauptwörterung und Verklausulierung erstickenden deutschen Amtssprache selbst persifliert. Eine Überzeichnung dieser teilweise lächerlichen Begrifflichkeiten ist wirklich nicht nötig, um den Leser bzw. Zuhörer hilflos lachen und den Kopf schütteln zu lassen. </p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821863528/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3821863528">Stirbt ein Bediensteter während der Dienstreise&#8230;</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3821863528" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> sorgt für eine gute runde Stunde relativ amüsantes Hörvergnügen, was vor allem auf den großartigen Sprecher zurück zu führen ist. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urban_Priol">Urban Priol</a> erweckt auch noch die widerborstigsten Satzkonstrukte zu sprühendem Leben; sein Vortrag macht aus einem eher uninspiriert zusammengeklaubten Buch dann doch noch eine runde Sache. </p>
<p>Eine Kaufempfehlung kann ich trotzdem nicht aussprechen &#8211; für die derzeit knapp 15 Euro, die für die CD anfallen, kann man nämlich auch sehr viel bessere und längere (Hör-) Bücher kaufen.</p>
<p>&nbsp;<br />
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9734;&#9734;&#9734;&nbsp;</p><br />
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		<title>Nigel Slater &#8211; Halbe Portion</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 09:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[2 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Slater, Nigel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nigel Slater gehört zu den wohl bekanntesten (Fernseh-) Köchen Englands, und schreibt auch regelmäßig für den Observer. Aus einer Kolumne für das Blatt entstand die Idee zu einer Art Autobiografie, die im Englischen Original den Titel Toast: The Story of A Boy&#8217;s Hunger trägt. Warum daraus im Deutschen Nigel Slater: Halbe Portion Wie ich lernte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nigel_Slater">Nigel Slater</a> gehört zu den wohl bekanntesten (Fernseh-) Köchen Englands, und schreibt auch regelmäßig für den Observer. Aus einer Kolumne für das Blatt entstand die Idee zu einer Art Autobiografie, die im Englischen Original den Titel <em>Toast: The Story of A Boy&#8217;s Hunger</em> trägt. </p>
<p>Warum daraus im Deutschen</p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492246729/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3492246729"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/517V0HBX10L._SL160_.jpg"></a></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492246729/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3492246729">Nigel Slater: Halbe Portion<br />
Wie ich lernte, die englische Küche zu lieben</a></h3>
<p>wurde, ist mir jedoch ein Rätsel.</p>
<p>Die <em>halbe Portion</em> spielt wohl auf den halbwüchsigen Nigel an, um den es hier geht, die englische Küche allerdings liebte Nigel auch schon als Kind, entgegen aller Widrigkeiten.</p>
<p>Mit Toast, und zwar schwarz angebranntem, beginnt das Buch &#8211; prototypisch für die Küche seiner Mutter, die, glaubt man Slater, nicht nur nicht kochen konnte, sondern dies auch extrem ungern tat. In vignettenhaften Abschnitten, die sich als Reihe in einer Zeitung bestimmt gut gemacht hätten, lässt sich Slater über seine kindlichen Vorlieben für bestimmte Süßigkeiten, über Traditionen wie (steinharten) Christmas Cake, englisches Schulessen, seine Abneigung gegen Milch, und die Wichtigkeit des auf eine Grapefruit gepiekten Käseigels aus. Die einzelnen Texte sind dabei durchaus vergnüglich zu lesen, und erzählen die Geschichte einer Kindheit in der gehobenen Mittelklasse Englands, geprägt von dem langsamen Dahinsiechen der asthmakranken Mutter &#8211; ein Faktor, der Klein-Nigel ganz offensichtlich entging; einem eher abwesenden Vater, der die normalen Rollenklischees der Zeit erfüllte, und einer distanzierten Stiefmutter, die immerhin kochen konnte. Höchst selten tauchen andere Personen (wie Slaters Brüder) auf, und der Rahmen der Erzählungen reicht von Nigel im Alter von 8 oder 9 bis zu seinen ersten (hetero-) sexuellen Erfahrungen in der Kochlehre.</p>
<p>Das ganze liest sich nett und locker, bleibt aber dem Titel treu: es ist irgendwie nur eine <em>halbe Portion</em>; Slater, der von sich selbst sagt er sei sehr introvertiert, muss sich fragen lassen, warum er dann eine Autobiografie schreibt, denn wirklich Persönliches taucht darin nicht auf. </p>
<p>Immer dann, wenn man denkt, jetzt könne es interessant werden, gar tiefgründig, kommt ein neuer Abschnitt, in dem das zuvor gesagte nicht weiter thematisiert wird, sondern statt dessen über ein anderes typisches britisches Nahrungsmittel oder Süßigkeiten der Ära berichtet wird. Zwar zieht sich ein chronologischer Faden durch die Geschichte, aber das war&#8217;s auch schon. Das Buch taugt weder als kulinarische Erinnerungsreise durch die britische Küche noch als persönliche Erzählung eines prägenden Lebensabschnittes &#8211; über die humoresken Einlagen der einzelnen Kapitel hinaus fand ich es wenig bemerkenswert und streckenweise ziemlich langweilig. </p>
<p>Summa summarum: wohl nur für echte Fans zu empfehlen.</p>
<p>&nbsp;<br />
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&frac12;&#9734;&#9734;&nbsp;</p><br />
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		<title>Lonely Planet &#8211; Kanada</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 08:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Lonely Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann man ein ganzes Land, noch dazu eines, das einen halben Kontinent bedeckt, in einen Reiseführer packen? Der Lonely-Planet-Guide: Kanada versucht das. Auf schlagkräftigen 1024 Seiten, die nach Bundesstaaten Kanadas sortiert sind, plus ein paar Exkurse zu Nationalparks und dem üblichen allgemein Wissenswerten, führt der Lonely-Planet-Guide: Kanada den Reisenden durch das riesige Land. Dabei kommt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kann man ein ganzes Land, noch dazu eines, das einen halben Kontinent bedeckt, in einen Reiseführer packen?  Der</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3829722281/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3829722281">Lonely-Planet-Guide: Kanada</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3829722281" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</h3>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3829722281/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3829722281"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=3829722281&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=webhafen-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3829722281" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</center><br />
versucht das.</p>
<p>Auf schlagkräftigen 1024 Seiten, die nach Bundesstaaten Kanadas sortiert sind, plus ein paar Exkurse zu Nationalparks und dem üblichen allgemein Wissenswerten, führt der <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3829722281/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3829722281">Lonely-Planet-Guide: Kanada</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3829722281" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> den Reisenden durch das riesige Land.</p>
<p>Dabei kommt der gewohnte, informative Aufbau der Lonely-Planet-Reihe zum Zuge: Sehenswürdigkeiten, Verkehrsmittel, und Restaurants und Unterkünfte nach Region und Preis aufgeschlüsselt werden vorgeschlagen, kleine Kartenausschnitte unterstreichen Tourenvorschläge, und natürlich werden nicht nur die &#8220;großen&#8221; Sehenswürdigkeiten, sondern auch sportliche Aktivitäten, und so manche schrille Idee und Eigenheit aufgeführt. So weit, so gut.</p>
<p>2010 haben wir (mit dem Vorgänger dieses Buchs) eine Kanada-Reise geplant und auch umgesetzt. Während wir aber 2008 noch mit dem <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1741048877/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1741048877">Lonely Planet Malaysia, Singapore &#038; Brunei</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1741048877" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> im Rucksack durch Malaysia getourt sind, bot sich dieses Vorgehen für Kanada nicht wirklich an. Das hat zum einen geografische Gründe. Malaysia ist ungefähr so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, und trotz einer faszinierenden Kultur einfacher in einen Buchdeckel zu quetschen als Kanada, das mit fast 10 Millionen Quadratkilometern auch physisch die Dimension eines solchen Guides sprengt. Schon Ontario für sich genommen ist dreimal so groß wie die Bundesrepublik&#8230; Der allgemeine Infoteil inklusive Ontario-Kapitel umfasst 275 Seiten, und das hätte für meine Zwecke völlig gereicht, dafür hätten mich manche Dinge vielleicht umfangreicher interessiert.</p>
<p>Bei der Planung ergab sich, dass die meisten Infos im Guide für mich relativ belanglos waren&#8230; wirklich cool und mit viel Nutzwert versehen sind für mich die Vorschläge, was man in 2,3,5 Tagen in einer der Metropolen anstellen kann, um ein ungefähres Bild davon zu haben, wie viel Zeit man da veranschlagen sollte, und was sich lohnen würde.<br />
Ebenso hilfreich sind die Tipps zu An- und Abreise vom Flughafen, Verkehr, Fähren usw. Plant man aber einigermaßen vor, was bei Anreise aus Europa allgemein anzuraten ist, relativiert sich der Nutzen schon.<br />
<span id="more-1088"></span><br />
Womit ich zu einem grundlegenderen Problem komme: für meine Begriffe ist ein gedruckter Reiseführer im Wortsinn totes Holz. Die wesentlichen Informationen für so einen Trip finde ich online schneller, aktueller und besser auf meine Bedürfnisse zugeschnitten; vor Ort ist die Investition in eine Prepaid-Mobil-Karte oder einen gedruckten Stadtplan einer Tourist Info wahrscheinlich nützlicher, als das Pfund Reiseführer im Gepäck, in welchem (wenn ich Glück habe) dann zwei Zeilen zu dem stehen, was mich interessiert. Im Zweifel zücke ich dann doch das mobile Endgerät und werfe eine Suchmaschine an.</p>
<p>Hotels und Restaurants finde ich auf andere Art und Weise (während mir der Malaysia-Guide, auch das soll erwähnt werden, eine der schönsten Übernachtungen in Malaysia spendiert hat.) Wenn mich dann etwas anderes interessiert (etwa: wie lang brauchte in Zug von Toronto nach Montreal, und ist es sinnvoller zu fliegen, oder Auto/Fähre zu nehmen), suche ich vergebens &#8211; diese Fragen sind logischerweise für einen allgemeinen Guide zu speziell.</p>
<p>Summa summarum ist der LonelyPlanet nach wie vor ein gutes Nachschlagewerk, wenn man sich ein umfassendes Bild machen will, und vielleicht nicht sonderlich online-affin ist (oder man sich in Regionen ohne Netzzugang bewegt). Gerade der Kanada-Guide erschlägt aber durch sein Format und seine Faktenfülle. Für eine längere Tour mit Auto oder RV würde ich ihn gern mitnehmen, weil auch zu kleinen Orten oft noch gebündelt Infos angeboten werden, für eine Reiseplanung ist er aber ziemlich unhandlich, und im Zeitalter des Internets hat sich das Modell des gedruckten Alles-in-einem-Führers einfach überholt. </p>
<p>Immerhin ist man auch bei LonelyPlanet zu diesem Schluß gekommen; mittlerweile verkauft der Konzern <a href="http://www.lonelyplanet.com/apps-and-ebooks/">Apps und eBooks</a>, die eBooks als PDF, die man auch kapitelweise kaufen kann &#8211; für mich wäre hier zum Beispiel ein Kapitel über Ontario auf dem iPad, oder eine Toronto-App hilfreicher gewesen. Das bedeutet aber auch, dass die Verlags- und Vertriebsmodelle sich ändern. Das allerdings ist ein ganz anderes Thema&#8230;</p>
<p>Würde ich das Buch nochmal kaufen? Nein. Nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil es meinen Anforderungen an einen Reiseführer nicht mehr entspräche, und ich lieber digital kaufen würde.</p>
<p>&nbsp;<br />
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&#9734;&nbsp;</p><br />
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		<title>Wolfram Eilenberger &#8211; Finnen von Sinnen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 11:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Eilenberger, Wolfram]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich das erste Mal von Wolfram Eilenbergers humoreskem Buch über die Finnen las, wanderte es sofort auf meinen Wunschzettel, und schaffte es schließlich auf den Stapel für Urlaubslektüre. Finnen von Sinnen: Von einem, der auszog, eine finnische Frau zu heiraten Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Eilenberger ist in der Tat mit einer Finnin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><iframe src="http://www.youtube.com/embed/hN6YePtz4FU" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></center></p>
<p>Als ich das erste Mal von <a href="http://literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=3619:finnen-von-sinnen-wolfram-eilenberger&amp;catid=74:quartal-01-10&amp;Itemid=113">Wolfram Eilenbergers humoreskem Buch über die Finnen</a> las, wanderte es sofort auf meinen Wunschzettel, und schaffte es schließlich auf den Stapel für Urlaubslektüre.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3764503572/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3764503572">Finnen von Sinnen: Von einem, der auszog, eine finnische Frau zu heiraten</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3764503572" alt="" width="1" height="1" border="0" /></h3>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3764503572/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3764503572"><img src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3764503572&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=webhafen-21&amp;ServiceVersion=20070822" alt="" border="0" /></a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3764503572" alt="" width="1" height="1" border="0" /></center></p>
<p>Eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Eilenberger ist in der Tat mit einer Finnin verheiratet, und schreibt sich in kurzen, vignettenartigen Kapiteln an die Eigenarten und Macken der Finnen heran. Die kleinen Geschichtchen laden bisweilen zum Lachen ein, manche zum Schmunzeln, manche sind so erkennbar überzeichnet, dass ich sie eher bemüht finde, aber im Kontext ergeben sie dann Sinn.</p>
<p>Kein Klischee wäre zu banal, um hier nicht noch verwurstet zu werden, und der Erzählstrang windet sich lose, aber keineswegs konsequent linear, an der Liebesgeschichte des Erzählers und seiner finnischen Pia entlang, die mehr oder minder in einer typisch finnischen Hochzeit auf dem Lande gipfelt.</p>
<p>Ob es die Liebe des (schweigsamen) finnischen Mannes zu seinem <em>mökki</em> ist, oder das erhebliche Temperaturgefälle zwischen Deutschland und Finnland im Winter, Fußball, Tango, korrektes Saunieren oder die Unerlässlichkeit der Kartoffel bei einem finnischen Mahl, das alles ist augenzwinkernd karikiert und mit augenscheinlich einiger (persönlich erlebter) Sachkenntnis geschrieben.<br />
<span id="more-1073"></span><br />
Ich hatte viel Spaß beim Lesen &#8211; noch witziger (und erhellend) fand ich allerdings, wenn die an einen entspannten Staat gewöhnte Finnin (man darf seine amtlichen Dokumente dort selbst ausdrucken?!) mit der deutschen Bürokratie in Kontakt kommt und für diese verständlicherweise nur wenig Gegenliebe aufbringt. Wie es ja überhaupt oft bei &#8220;Reise&#8221;-Erzählungen so ist, dass die Beschreibung des Fremdartigen viel mehr über den Erzähler und dessen Lebenswelt verrät, als über die beschriebene Szenerie. Somit bekommen auch wir Deutschen hier und da unser Fett weg.</p>
<p>Ein wenig übertreibt es Eilenberger mit seinen Einsprengseln aus nicht erklärten finnischen Begriffen (ein Glossar wäre nett gewesen), zumal sich keineswegs alle korrekt erschließen. Bisweilen sind die Erzählungen seltsam unvollständig, so dass ich beim Lesen den Eindruck habe, der Gag wurde abgeliefert, wen interessiert schon der Rest des angerissenen Plots?, und natürlich sind die Behauptungen, die der Autor (immer mit dem Hinweis auf Mittelfinnland) aufstellt, weder überprüfbar, noch bilden sie alle lebenden Finnen ab.</p>
<p>Es macht aber Spaß, die von ihm entworfenen schrägen Charaktere kennen zu lernen und sich in ein Land entführen zu lassen, in dem riesenhafte Moskitos sich vorzugsweise vom Blut von Nichtfinnen ernähren, die in einem finnischen See baden gehen &#8211; sofern sie es denn überhaupt schaffen, ihren verwöhnten deutschen Hintern in das arg kalte Wasser zu bewegen. Und so kommt auch die ironische Selbstkritik nicht zu kurz, was dem Buch guttut. Der Humor ist tendenziell trocken-nordisch bis <em>british</em>, wer damit nicht klar kommt, für den taugt das Buch nichts. Für mich war es ein angenehm zu lesender Text mit vielem Schmunzeln &#8211; bestes Lesefutter im Liegestuhl.</p>
<p>Sicherlich weder ein &#8220;Culture Shock Finland&#8221; noch eine tiefschürfende Analyse finnischer Gebräuche, dafür aber eine recht vergnügliche und leichtfüßige Urlaubslektüre, für den Finnlandfan und den der es nicht werden will gleichermaßen.</p>
<p style="text-align: right;" align="right"><p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&nbsp;</p></p>
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		<title>Heinz G. Günther &#8211; Clever Küchen kaufen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 07:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Günther, Heinz G.]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Renovieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits in der 6. überarbeiteten Auflage ist Ende 2011 der Ratgeber Heinz G. Günther: Clever Küchen kaufen erschienen. Der Autor, selbst jahrelang Spezialist im Küchenhandel, verrät in dem Buch alles Wissenswerte rund um das Thema Küche planen und kaufen, begleitend gibt es eine Website zum Buch und Thema, auf der sich mancherlei Tipps finden lassen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits in der 6. überarbeiteten Auflage ist Ende 2011 der Ratgeber</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981485807/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3981485807">Heinz G. Günther: Clever Küchen kaufen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3981485807" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></h3>
<p>
<center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981485807/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3981485807"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=3981485807&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=foodfreak-21&#038;ServiceVersion=20070822" ></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3981485807" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></center></p>
<p>erschienen.</p>
<p>Der Autor, selbst jahrelang Spezialist im Küchenhandel, verrät in dem Buch alles Wissenswerte rund um das Thema Küche planen und kaufen, begleitend gibt es eine <a href="http://www.cleverkuechenkaufen.de/">Website zum Buch und Thema</a>, auf der sich mancherlei Tipps finden lassen, wenn man vorhat, eine neue Küche zu kaufen. </p>
<p>Als &#8220;TV-Küchenexperte&#8221; wird er da bezeichnet, augenscheinlich hat es der Autor (von mir unbemerkt) geschafft, auch bei RTL und SAT1 promotet zu werden. Aber zum Buch&#8230;</p>
<p>Rund die Hälfte des Buches widmet sich dem Thema Planung einer Einbauküche. Ausführlich lässt sich Günther zu Schranktypen und -abmessungen, Materialien und Werkstoffen, Küchendetails, und dem korrekten (selbst erstellten) Aufmaß aus, bis hin zu einer Beispielsplanung für seine eigene Küche. Hier steckt viel Fachwissen drin und man merkt, dass der Mann &#8220;vom Fach&#8221; ist. Die zweite Hälfte des Buches widmet er dann dem Thema Küche kaufen, dem Umgang mit dem Verkäufer, den vertraglichen Fußangeln, und was es so alles zu beachten und ggf. zu beanstanden und zu ändern gilt, ehe man die finale Unterschrift unter den Vertrag tätigt.</p>
<p>Schließlich gibt er noch Tipps zum Umgang mit Mängeln und der korrekten Abwicklung einer Mängelbeseitigung.</p>
<p>Das meiste, was Günther schreibt, ist zweifelsohne richtig, leider aber dermassen dröge geschrieben, dass man sich schon sehr anstrengen muss um die paar Perlen zu finden, für die es sich lohnen würde das Buch zu kaufen. Viel Fachwissen zu haben bedeutet nicht, dass man dieses auch gut vermitteln kann, was sich hier erneut zeigt. </p>
<p>Eine stringente Gliederung anhand der Dinge, die der potenzielle Küchenkäufer wirklich wissen will (und muss), als Bullet Points, mit Erläuterungen, wieso weshalb und warum, wäre dem Thema dienlicher gewesen als das narrative Konstrukt, das Günther hier erstellt. Aus dem Text muss man sich das Relevante leider selbst mühsam extrahieren. </p>
<p>Wer &#8220;Einbauküche kaufen für Dummies&#8221; erwartet, wird enttäuscht. Dass der professionelle Küchenplaner hier eher als Gegner denn als Partner, mit dem man als Kunde auch vertrauensvoll zusammenarbeiten könnte, dargestellt wird, macht es umso trauriger, ist aber wohl Günthers USP.</p>
<p>Plant man die Neuanschaffung einer (teureren) Küche und hat sich mit dem Thema noch nie befasst, kann es sich ggf. lohnen, das Werk anzuschaffen. Nüchtern betrachtet, kommt es auf <u>die</U> 20 Euro dabei auch nicht an. Die Fragen, die sich für mich bei einer Küchenplanung ergeben, kann mir das Buch allerdings nicht beantworten. Das kann nur mein Küchenhändler.</p>
<p><p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&#9734;&nbsp;</p><br />
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		<title>Karen Miller &#8211; The Awakened Mage</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/09/karen-miller-the-awakened-mage/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 05:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[1 Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Miller, Karen]]></category>
		<category><![CDATA[Barl]]></category>
		<category><![CDATA[Doranen]]></category>
		<category><![CDATA[Kingmaker Kingbreaker]]></category>
		<category><![CDATA[Olken]]></category>

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		<description><![CDATA[Der zweite Teil von Karen Millers Kingmaker, Kingbreaker-Serie. Als ich den ersten Teil dieses Buches, The Innocent Mage, las, war ich mir nicht sicher ob ich mir einen zweiten Teil antun sollte. Aber dann fand Karen Miller &#8211; The Awakened MageKingmaker, Kingbreaker Book 2 doch seinen Weg auf meinen Lesestapel, schließlich will man bei so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der zweite Teil von Karen Millers <em>Kingmaker, Kingbreaker</em>-Serie.</em></p>
<p>Als ich den ersten Teil dieses Buches, <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/12/karen-miller-the-innocent-mage/">The Innocent Mage</a>, las, war ich mir nicht sicher ob ich mir einen zweiten Teil antun sollte. Aber dann fand</p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1841499323/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1841499323"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51SpK9mIKTL._SL160_.jpg"></a></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1841499323/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1841499323">Karen Miller &#8211; The Awakened Mage<br />Kingmaker, Kingbreaker Book 2</a></h3>
<p>doch seinen Weg auf meinen Lesestapel, schließlich will man bei so angefangenen Sachen ja irgendwie doch wissen, wie sie ausgehen.</p>
<p>Um es kurz zu machen: es lohnt sich nicht wirklich, dieses Buch zu lesen. Die Handlung um Asher aus Restharven, den Fischermann aus dem einfachen Volke (hier: die Olken) und eine elfengleiche Spezies von &#8220;Adligen&#8221;, die Doranen, und ihren König, sowie den weit zurück liegenden magischen Krieg zwischen Barl und Morg, der die Hintergrundgeschichte für das Ganze bildet, gehen in einem Wust von mysteriösen Andeutungen und klischeebehafteter Langeweile unter.<br />
<span id="more-1017"></span><br />
Zu Beginn des Romanes stirbt der König des Reiches nebst Frau und seiner zickigen Thronerbin bei etwas, das ein Unfall oder ein Anschlag sein könnte, womit der mißratene Sohn Gar mit seiner &#8220;defekten Magie&#8221; zum König wird, doch auch andere sind scharf auf den Posten. Weite Teile des Romans verplempert die Autorin mit der Frage, ob es ein Unfall war, und wer mit wem weswegen welche Intrigen spinnt. Dabei ist natürlich der &#8220;Böse&#8221; ein fieser Rassist, und der mühselig aufgebaute quasi unschlagbare Endgegner Morg vegetiert im Köper eines alten Magiers dahin, während die Doranen und Olken ihr Reich auch ohne ihn in Grund und Boden wirtschaften. </p>
<p>Dabei bleiben leider auch die Charaktere hölzern und ohne echte Entwicklung; Dathne, die Erbin Jervales, ist nach wie vor eine eingebildete Zicke, deren Hauptaufgabe es zu sein scheint nebulöse Andeutungen zu machen und die Hauptfigur dumm zu halten. Einziger Star der Geschichte ist der König und Magier wider Willen, Gar, dessen Leiden und Entwicklung ihn zu einem fabelhaften Protagonisten gemacht hätten, doch dafür ist er nicht vorgesehen.</p>
<p>Dafür tauchen völlig unglaubwürdige Wendungen auf, wie ein Bursche der dem verbotenerweise zum Magier gewordenen Olken Asher als Doppelgänger dienen und statt dessen hingerichtet werden kann, und ein Todesmagiespruch der dann doch nicht tötet&#8230; die globale Olkenverschwörung erweist sich als ein besserer Gebetskreis, und nachdem der Leser nun über eindreiviertel Romane hin auf den Endkampf vorbereitet wurde, handelt Miller diesen quasi nacherzählt in 20 Seiten ab, statt wirklich Action walten zu lassen.</p>
<p>Summa summarum; eine nett entwickelte alternative Fantasywelt allein reicht nicht, um ein bzw. zwei gute Bücher zu produzieren. Aus der Story um Barl und Morg hätte eine komplexe fantastische Historie erwachsen können, ja sogar ein tolkienesques Prequel, statt dessen bleibt das Ganze ein maximal jugendtaugliches und ziemlich einschläferndes  Abziehbild der Fantasy-Klassiker. Schade eigentlich um die Mühe der Autorin und die Lebenszeit, die ich für beide Bücher aufgewendet habe. </p>
<p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&frac12;&#9734;&#9734;&#9734;&nbsp;</p>
<p>Was andere darüber denken:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.graemesfantasybookreview.com/2007/11/awakened-mage-karen-miller-orbit-books.html">Graeme&#8217;s Fantasy Book Reviews</A></p>
<li><a href="http://otter.covblogs.com/archives/023688.html">Grasping for the Wind</A></UL><br />
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		<item>
		<title>John Grisham &#8211; Die Liste (Hörbuch)</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/09/john-grisham-die-liste-hoerbuch/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 15:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Grisham, John]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Brauer]]></category>

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		<description><![CDATA[John Grisham kennt wohl jeder – er ist seit “Die Firma” so etwas wie der Großmeister des juristischen Thrillers. Weltweit wurden über 60 Millionen seiner Bücher verkauft und in 29 Sprachen übersetzt, und zahlreiche seiner Bücher wurden erfolgreich verfilmt. John Grisham &#8211; Die Liste (6 CDs)gelesen von Charles Brauer Das Buch In Die Liste kehrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>John Grisham kennt wohl jeder – er ist seit “Die Firma” so etwas wie der Großmeister des juristischen Thrillers. Weltweit wurden über 60 Millionen seiner Bücher verkauft und in 29 Sprachen übersetzt, und zahlreiche seiner Bücher wurden erfolgreich verfilmt.</p>
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<p>John Grisham &#8211; Die Liste (6 CDs)<br />gelesen von Charles Brauer</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898307468" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></h3>
<p><strong>Das Buch</strong></p>
<p>In <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898307468/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3898307468">Die Liste</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898307468" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> kehrt Grisham zu seinen Wurzeln zurück, oder vielmehr, zu denen seiner Charaktere. 1989 erschienen sein erster Thriller <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453061187/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3453061187">Die Jury</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453061187" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (<em>A Time to Kill</em>), der in Clanton, Mississippi spielte, und einige der Figuren tauchen in beiden Werken auf &#8211; zum Beispiel Lucien Wilbanks und Harry Rex Vonner. </p>
<p>Ich-Erzähler von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453430980/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3453430980">Die Liste</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453430980" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist Willie Traynor, und auch wenn die Geschichte aus dem Blickwinkel der Jetztzeit erzählt wird, von einem alternden Traynor, spielt die Handlung doch in etwa im Jahr 1985 oder 1986, zeitlich also vor <em>A Time to Kill</em>. </p>
<p>Der Roman ist in drei Abschnitte unterteilt. In Abschnitt 1 wird erzählt, wie Willie Traynor mit abgebrochenem Studium in der Stadt anlangt, dank Sponsorings seiner Großmutter Redakteur und schließlich Besitzer der Lokalzeitung wird, und über einen spektakulären Mordprozess berichtet. Dieser erste Teil ist es, der an Bücher wie <em>Die Firma</em> erinnert, und in dem Grisham sein schreiberisches Können zeigt, zumindest soweit es um den Spannungsbogen geht.</p>
<p>Eine junge Mutter wird brutal vergewaltigt und vor den Augen ihrer Kinder ermordet. Wer der Täter ist, steht relativ schnell fest &#8211; der jüngste Spross einer reichen und in allerlei kriminelle Geschäfte verwickelten Familie der Gegend, der Padgitts, die Macht, Einfluss, Geld, Bestechung und Einschüchterung auffahren, um das Schlimmste zu verhindern. Dennoch wird Danny Padgitt verurteilt; allerdings nur zu Haft und nicht zur Todesstrafe, wie viele erwartet haben.</p>
<p>Im zweiten Teil erleben wir mit, wie sich Traynor, unter anderem durch seine reißerische Berichterstattung über Padgitt reich geworden, in Clanton einlebt, wie das Leben weiter geht, und er schließlich feststellen muss, dass Padgitt Freigänger ist, mehr Freiheiten als mancher Staatsbürger Mississippis genießt, und sich auf dem besten Wege befindet, auf Bewährung frei gelassen zu werden. Die Drohungen der Padgitts gegen Traynor und alle anderen Beteiligten sind jedoch nicht vergessen.<br />
<span id="more-1002"></span><br />
Damit kommt es zum dritten Teil, in dem &#8211; kaum dass Padgitt aus der Haft entlassen wurde &#8211; ein Juror aus dem damaligen Prozess erschossen aufgefunden wird, und etwas später ein zweiter. Durch den gesamten Roman zieht sich die Freundschaft von Willie Traynor mit der schwarzen Lehrerin und Jurorin Miss Callie, die nun um ihr Leben fürchtet. Ist wirklich Padgitt auf dem Kriegspfad?</p>
<p>Der zweite Abschnitt ist einigermaßen interessant, im dritten drängt sich das Gefühl auf, Grisham habe keinen Plan oder keine Lust mehr gehabt, an dem Buch weiter zu arbeiten, eher uninspiriert plätschert die Story dahin, aber der Autor ist noch die Auflösung des Falls schuldig, die recht unbefriedigend ist.</p>
<p><strong>Das Hörbuch (6 CDs)</strong></p>
<p>Charles Brauer, vielen als Kommissar Brockmöller aus dem &#8220;Tatort&#8221; mit Manfred Krug bekannt, ist mittlerweile so etwas wie <b>die deutsche Stimme von John Grisham</b>. Dass er diesen Titel zu recht trägt. stellt er in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898307468/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3898307468">Die Liste</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898307468" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ein weiteres Mal unter Beweis. Trotz der Längen, die das Buch streckenweise aufbietet, macht es bis zuletzt Spaß, ihm zuzuhören, wie er dieses Mal in der Rolle des auf sein Leben zurückblickenden Willie Traynor von den Geschehnissen in Clanton, Mississippi berichtet. </p>
<p>Obwohl ich gegen Ende etwas gelangweilt war, was am zuvor abgestorbenen Spannungsbogen der Story liegt, nicht am Vortragenden, gelingt es Brauer, aus dem Roman das Beste heraus zu holen. </p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Zum Teil ist die Handlung vorhersehbar, zum Teil suhlt sich Grisham (meines Erachtens unnötig) in Rollenklischees der Südstaaten, teilweise macht seine Beschreibung von Clanton und seinen schrulligen Charakteren aber auch einfach Spaß. Problematisch ist, dass durch die Erzählweise viel der Spannung verloren geht &#8211; der Leser/Hörer erlebt nicht mit, sondern bekommt die Handlung nacherzählt von Traynor, dadurch fehlt etwas Lebendigkeit.</p>
<p>Stärken hat das Buch in seiner Darstellung des Kleinstadtlebens der Südstaaten. Rassimus, Politik und ein ganz selbstverständliches Maß an Korruption gehören ebenso dazu wie das für meinen Geschmack etwas zu oft erwähnte Südstaaten-Essen, das der Erzähler bei seiner Freundin Callie Ruffin in sich schlingt. Insgesamt sehr viel Zeitgeschichtliches und Lokalkolorit, aber wenig zwingende Handlung und Drama, die Charaktere bleiben bis auf einige wenige blass und austauschbar, und die Familie der superbegabten superhöflichen superwohlerzogenen Schwarzen trieft nur so vor<em> Political Correctness</em>.</p>
<p>Als Hörbuch ist mir die Geschichte um ungefähr eine CD zu lang, dennoch ist sie dank des wieder einmal glänzend aufgelegten Charles Brauer auch auf langen Autofahrten angenehm zu hören gewesen. <strong>Für Grisham-Fans auf jeden Fall zu empfehlen, aber sonst eher nicht vom Hocker reissend</strong>.</p>
<p><p><strong class="rating">Bewertung:</strong>&nbsp;&#9733;&#9733;&#9733;&#9734;&#9734;&nbsp;</p><br />
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