Dorothy Cannell – Die dünne Frau

Ellie Simons ist glücklich mit ihrem Leben in der Londoner Zweizimmerwohnung, gemeinsam mit Kater Tobias. Doch da schneit ihr unvermittelt eine Einladung zum Familientreffen im Schlösschen ihres kauzigen Onkels Merlin ins Haus. Kurzerhand heuert sich die reichlich übergewichtige Innenarchitektin einen Mann für alle Fälle an, der auf besagter Party ihren Galan geben soll. Schon, damit sie es der ganzen verhassten Sippe nebst der nymphengleichen Cousine Vanessa mal so richtig zeigen kann.

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Dorothy Cannell – Die dünne Frau

Prompt entpuppt sich die Reise mit dem gutaussehenden Bentley T. Haskell als Fiasko sondergleichen. In einer Laune (um Vanessa eins auszuwischen) gibt Ellie ihre Verlobung mit Ben bekannt. Einige Monate später, sie hat die Erinnerung an den charmanten Bentley gerade erfolgreich verdrängt, werden sie und ihr ‚Verlobter‘ zu Merlins Beerdigung und zur Testamentseröffnung nach Merlins Schloß geladen. Und zu aller Überraschung sind Ellie und ihr vorgeblicher Verlobter die Haupterben. Wenn, ja wenn es ihnen gelingt, ein paar klitzekleine Bedingungen zu erfüllen…

Was folgt ist eine gelungene Mischung aus einem Agatha-Christie-Krimi und einer Screwball-Komödie, gepfeffert mit viel Selbstironie und britischem Humor. Denn Ellie muss 60 Pfund abnehmen, Bentley ein Buch schreiben und beide zusammen in Merlins Schloss einen obskuren Schatz finden. Und die gesamte Sippe legt ihnen Steine in den Weg, wo es nur geht. Denn wenn Ellie und Ben versagen, fällt das Erbe an die lieben Verwandten zurück.

Die dünne Frau ist ein großer Lesespaß mit viel Augenzwinkern und Helden, die sich selbst nicht so furchtbar ernst nehmen. Hier und da tropft der Kitsch aus Ellies Ansichten, mit denen sie sich selbst und den Traum vom Märchenprinzen auf dem weißen Ross bestens persifliert. Ein Buch, das einfach Spaß macht.

Bewertung: ★★★★☆ 

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