Archiv der Kategorie: F

T. S. Wiley – Lights Out

Lights Out – Sleep, Sugar and Survival
von T. S. Wiley und Bent Formby

ist eines dieser Bücher, über die man immer wieder stolpert, wenn man sich mit Ernährung, zirkadianen Rhythmen, Schlaf und Gesundheit befasst. Mal wird es hochgelobt, dann wieder als esoterischer Quatsch verrissen, aber nachdem nun auch in der Mainstream-Medizin angekommen ist, dass die dauernde Lichtüberflutung der Moderne unseren Körpern nicht unbedingt gut tut, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Thesen, die Wiley und Formby aufstellen.

Tatsächlich sind die Autoren alles andere als spinnerte Esoteriker. Runde 150 der 354 Seiten des Buches sind Quellenangaben zu den aufgeführten Studien, für jedermann, der es genau wissen will, präzise nachvollziehbar.

Die These der Autoren, stark verkürzt: Die Kombination aus im Übermaß verfügbaren Kohlenhydraten in der Nahrung und die ständige Verfügbarkeit von Helligkeit (dauerhafte Tagesverlängerung) sorgt dafür, dass wir dauergestresst sind, nicht ausreichend erholsamen Schlaf bekommen, und dadurch fett und krank werden.

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On Her Majesty’s Secret Service – BBC Audiobook

Eins der für mich großartigsten Hörbücher der letzten Zeit stammt von der BBC, eine ungekürzte Lesung eines James-Bond-Romans von Ian Fleming:

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On Her Majesty’s Secret Service – gelesen von David Tennant

Die Geschichte ist eine ganz klassische Bond-Nummer – und auch wieder nicht. On Her Majesty’s Secret Service wurde mit George Lazenby verfilmt, und genießt allgemein keine gute Reputation, aber nicht wegen der Handlung, sondern wegen Lazenby. Die Handlung wiederum bietet alles auf, was Bond ausmacht: Superböse Gegner, hier Ernst Stavro Blofeld, rasante Action und Liebeleien – und doch… Bond verliebt sich, Bond kündigt sogar den Job auf, Bond heiratet – und es ist klar dass das in einer gigantischen Katastrophe enden muss…

Was dann den Spaß an diesem Hörbuch ausmacht, ist auch weniger Bond, James Bond – obwohl gerade bei den kühlen Beschreibungen eines sehr düsteren Commander Bond ein skeptisch und grimmig dreinblickender Daniel Craig vor meinem inneren Auge entsteht.

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Backen für Dummies

Die Dummies-Reihe aus dem Wiley-Verlag ist vermutlich heute jedem ein Begriff; sie steht für einfache Handbücher zu allerlei Themen aus Alltag, Bildung und IT, die anschaulich und praxisnah das Wissenswerte erläutern und vermitteln.

Backen für Dummies

Backen für Dummies ist die deutsche Version eines ursprünglich auf Englisch erschienenen Buches von Emily Nolan, ein Faktor, der zumindest mir als Fachübersetzerin für das Thema Food hier und da im Buch entgegenspringt, aber dazu gleich.

Im ersten Abschnitt geht es um die Grundlagen – von strukturierter Arbeitsweise (beim Backen wichtig) über Backtechniken bis hin zur Vorratshaltung und den einzelnen Zutaten. Das alles wird gut erklärt, so dass man auch als Laie damit etwas anfangen kann. Im dritten Kapitel werden auch die einzelnen Utensilien erläutert. Kapitel 4 widmet sich dem Backofen, in Kapitel 5 werden Basistechniken vorgestellt – ob Eier trennen, Backform fetten, oder Sahne steif schlagen, es ist alles dabei was man braucht. Vorbildlich gemacht und schön illustriert wo nötig – das gefällt mir sehr gut, und müsste ich einem Anfänger ein Backbuch schenken, wäre Backen für Dummies schon deswegen in der engeren Auswahl. Kapitel 6 widmet sich dann noch einmal der Vorbereitung des Backens – Planung, Ordnung, Ruhe, kein Chaos, lieber weniger und dafür richtig – kurzum, all den Tipps die man gerade als Anfänger tunlichst beherzigen sollte.

Nun geht es los mit dem Backen, und zwar

  • Plätzchen und Kleingebäck
  • Kuchen (Rührkuchen, Tassenkuchen, Biskuit)
  • Glasuren, Überzüge, Füllungen
  • Kuchen und Pies auf Mürbeteigbasis
  • Crisps und Cobblers – Backen mit Obst
  • Muffins und kleine Leckereien
  • Hefegebäck und Hefebrote
  • Pikantes
  • Fettarmes
  • Kuchen und Torten für besondere Anlässe

sowie zum Schluß noch eine Liste der Besten Tipps rund ums Backen, wenn mal was schief gelaufen ist (oder auch: bug fixes).

Das ist ganz schön umfangreich für ein Buch, das knapp 280 Seiten umfasst.

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Gabriele Frankemölle – Die neue Art zu kochen – Slowcooking

slowcooking

Die neue Art zu kochen-Slowcooking-Crockpot kochen

Bei verschiedenen Food Bloggern im deutschen Raum findet man seit geraumer Zeit Gerichte für den Slow Cooker. Wörtlich ist das ein Langsam-Kocher, also das komplette Gegenteil der Fix-und-foxi-in-nur-10-Minuten-Küche. Die Idee des Slow Cookers kommt aus den USA, wo die Geräte seit Jahrzehnten aus den meisten Haushalten kaum noch wegzudenken sind. Vereinfacht gesagt, ist ein Slow Cooker ein Gerät, das stromsparend Koch- und Schmorgerichte auf kleiner Hitze gart. Der Vorteil – neben der Stromersparnis: Auch wer den ganzen Tag unterwegs ist kann abends (oder am späten Nachmittag) das warme, frisch gekochte Essen aus dem Topf holen, ohne allzu viel Aufwand.

Gaby Frankemölle hat diese Idee nach Deutschland geholt, zuerst mit ihrem Crockyblog, und nun mit diesem Buch, dessen zweite Auflage (im Gegensatz zu der mir vorliegenden Fassung) mit einer praktischen, handlichen Spiralbindung versehen ist, die das Benutzen erheblich erleichtert. Gabriele Frankemölle – Die neue Art zu kochen – Slowcooking weiterlesen

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Susanne Fröhlich – Frisch gepreßt (Hörbuch)

In Frisch gepreßt lässt Susanne Fröhlich, muntere Radio-Talkerin des Hessischen Rundfunks, ihre Protagonistin, Claudia Schnidt, als Ich-Erzählerin frisch von der Leber weg berichten, wie es denn so zu geht, wenn eine frisch gebackene Mutter 5 Tage im Krankenhaus zubringt.

frischgepresst

Susanne Fröhlich: Frisch gepreßt (1 CD)

Genauer, die Geschichte beginnt damit, dass Frau Schnidt – im Kreisssaal befindlich – eben genau das tun soll – Pressen, und zwar das Baby aus sich heraus. Völlig entnervt von einem widerwärtigen Gynäkologen und dem wenig brauchbaren Erzeuger ihres herbeigesehnten Nachwuchses, schafft sie es schließlich, das Kind zur Welt zu bringen – und findet sich zwischen zwei merkwürdigen Mit-Wöchnerinnen wieder, liebreizenden Schwestern, gnatzigen Ärzten, Krankenhauskost, Babyfläschchen und Beinahe-Schwiegereltern, darüber räsonierend wie es nur zu all dem kommen konnte.

Mit viel Ironie und Sarkasmus gespickt lässt Claudia Schnidt uns nicht nur am Alltag im Krankenhaus teilhaben, der von der Flatulenz und dem Stuhlgang der Bettnachbarin ebenso geprägt wird wie von regelmässigen Mahlzeiten und scharenweise auftauchenden Medizinstudenten, sie erinnert sich auch daran wie sie den Vater ihres Kindes nach manchen Wirrungen kennenlernte… Die Geschichte an sich ist weder neu noch weltbewegend, dafür aber sehr erheiternd in Szene gesetzt, und ich vermute, so manche frisch gebackene Mutter könnte ab und an Tränen lachen.

Susanne Fröhlich spricht ihren Text selber, was bei einer routinierten Sprecherin wie ihr natürlich sinnvoll ist; ich hätte mir ihren Vortrag oft noch pointierter gewünscht (ich weiss dass sie das kann), aber so richtig zum Leben erweckt sie die Story akustisch eigentlich erst, als sie einen breites Südhessisch babbelnden Medizinstudenten mit Porsche in Claudias Leben auftauchen lässt, der _irgendwie_ daran schuld ist dass sie nun mit dem Kindsvater (einem anderen) liiert ist, obwohl der doch an ihr eigentlich gar kein Interesse hatte…

Frisch gepreßt ist ein Buch voll Alltags- und Situationskomik, mit liebevoll überzeichneten Charakteren wie aus dem echten Leben, und macht einfach Spaß. Die gelesene Fassung ist aber nicht allzu lang, auf eine Silberscheibe passt das Büchlein – und auch die Handlung im Krankenhaus umfasst, ohne die Rückblicke, gerade mal 5 Tage.

Ich habe das Buch beim Autofahren gehört – nichts wo man konzentriert hinhören muss, aber auch nichts von dem ich sagen würde, muss man gehört oder gelesen haben.

Summa summarum: Ganz nett.

Bewertung: ★★★☆☆ 

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Tim Flannery – Wir Wettermacher

Wie die Menschen das Klima verändern und was das für unser Leben auf der Erde bedeutet“ lautet der Untertitel von

wettermacher

Tim Flannery: Wir Wettermacher

Flannery ist angetreten, seinen Lesern eines der wohl wichtigsten und gleichzeitig komplexesten Themen unseres Jahrhunderts Stück für Stück zu erläutern, und er tut das mit der Eloquenz und Kompetenz, die englischsprachigen Wissenschaftlern so oft einfach aus der Feder zu fließen scheint.

Der Autor widmet sich im Detail den Funktionen des Ökosystems Erde, des „großen Luftozeans“ Atmosphäre, erklärt, wie der Treibhauseffekt tatsächlich funktioniert, vermittelt die neuesten Theorien und Fakten zur Klimaerwärmung ebenso wie die historische Entwicklung der Klimaforschung, aber er tut dies niemals trocken, sondern stets spannend und bei aller Schrecklichkeit unterhaltsam, oft wie ein Krimi geschrieben.
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Suzanne Frank – Die Prophetin von Luxor

Alles beginnt ganz harmlos. Die amerikanische Künstlerin Chloe besucht ihre Schwester, frisch gebackene Doktorin der Ägyptologie, in Ägypten und will ein paar schöne Tage verbringen, tolle Fotos machen, sich erholen und Spaß haben.

Ihre Schwester Camille ist in der Wüste auf einen Aufsehen erregenden Fund gestoßen – antike Papyri mit Zeichnungen von ungeahnter Klarheit, wenigstens 3000 Jahre alt, aber in einem Stil gemalt, der zu dieser Zeit völlig unbekannt war. Und so reist Camille aus Theben ab, während Chloe zu einer nächtlichen Lightshow im Tempel von Deir el-Bahari geht und dort in einer Kammer versteckt auf den frühen Morgen warten will, um Fotos zu schießen, wie sie sonst und mit amtlicher Erlaubnis unmöglich wären.

Doch es kommt anders als sie denkt…

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Suzanne Frank: Die Prophetin von Luxor

In der Tempelkammer der Göttin Hathor wird ihr schwindelig, und plötzlich dreht sich alles um sie.

Als Chloe wieder erwacht, ist sie blutüberströmt – und steckt im Körper einer der wichtigsten Priesterinnen Hathors, zu Zeiten Hatschepsuts, rund 3500 Jahre vor unserer Zeit. Chloes Seelenwanderung bleibt nicht ohne Folgen – der Körper der Priesterin hat plötzlich grüne Augen wie sie, große Füße und ist gewachsen – und das Schlimmste: obwohl sie jedes Wort versteht und bruchstückhaft auf die Erinnerungen von RaEmHetep, der Priesterin, zurückgreifen kann, weiß sie nicht was vor sich geht – und ihre Stimme verweigert den Dienst.

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Birgit Fiolka – Sit-Ra. Die Rache der weisen Frau

Die Schriftstellerin Birgit Fiolka interessiert sich schon seit ihrer Kindheit für das alte Ägypten und hat mehrere Romane geschrieben, die in der Pharaonenzeit spielen. Der Roman

sitra

Birgit Fiolka: Sit Ra – Die Rache der weisen Frau.

erzählt die Lebensgeschichte der Prinzessin Sit-Ra, einer Tochter Echnatons. Ihre Amme – ebenfalls mit dem Namen Sit-Ra, deren Leben wird in Sit-Ra. Weise Frau vom Nil. aufgerollt – hinterlässt ihr Papyri mit Aufzeichnungen, die das Leben der jüngeren Sit-Ra auf ewig verändern. Die Prinzessin begreift, dass ihr Platz bei Hofe ist und sie die Geschicke Ägyptens nicht widerstandslos in die Hand der derzeitigen Herrscher legen kann. Sie muss ausziehen und ihren Thronanspruch geltend machen, obwohl es genau das ist, was sie nie wollte – damit das Land am Nil blühen kann.

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