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Andreas Altmann – Triffst Du Buddha, töte ihn!

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Andreas Altmann, Reisejournalist und Autor, hatte ein sehr abwechslungsreiches Leben. Sein Lebensweg führte ihn aus Altötting auf Umwegen und über ein Schauspielerdasein nach Paris, nach New York, in ein japanisches Zenkloster, in einen Ashram, nach Mexiko City, und auf der hier beschriebenen Reise nach Indien.

Der etwas plakative Titel ist allerdings irreführend (und wird im Verlauf des Buches auch erklärt), denn Altmann schlägt keineswegs vor, (einen) Buddha zu töten. Tatsächlich betrachtet er selbst sich im sehr ursprünglichen Sinne als einen Buddhisten (wenn auch einen streitbaren), und ermutigt seine Leser, sich ebenso streitbar und selbstkritisch mit Buddha, den Weltreligionen und sich selbst auseinander zu setzen.

In Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch reist er nach Indien, nicht ganz sicher, was er genau sucht, jedenfalls nicht „die Erleuchtung“, aber doch irgendwie etwas, oder jemanden, die ihm helfen, sich selbst und die Welt besser zu verstehen, besser anzunehmen, glücklicher zu sein. Und so ist das Buch ebenso sehr eine Erzählung einer Reise durch Indien wie ins eigene Selbst.

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Kristina Amelong – Ten Days To Optimal Health

Ein Zehntagesprogramm zur Gesundung, das klingt zu schön um wahr zu sein – aber: zehn Tage sind ein Zeitraum, die man sich für eine Kuranwendung, eine testweise Umstellung des eigenen Lebenstils locker mal freischaufeln kann, und so fand ich

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Kristina Amelong – Ten Days to Optimal Health

sehr interessant.

Für das Buch, dessen Ernährungsempfehlungen sich erfreulicherweise an den letzten Erkenntissen der Wissenschaft orientieren, sprach auch die sehr positive Rezension auf der Website der Weston A. Price Foundation.

Kristina Amelong hat die typische „Karriere“ von jemandem hinter sich, der in der Alternative-Medizin-Gemeinschaft landet – jahrelange erfolglose Versuche, ihre marode Gesundheit zu stabilisieren, am Leben zu bleiben, durch reine, gesunde (vollwertige, vegetarische) Nahrung zu gesunden, sich verschlimmernde und dem Medizin-Establishment unerklärliche Beschwerden, und schließlich die Entdeckung eines eigenen Weges, der Sinn zu ergeben scheint und für sie zur Gesundung geführt hat. Vieles dieser Arbeit an sich selbst fällt unter „evidence based medicine„.

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KulturSchlüssel: Malaysia und Singapur

Im Max Hueber Verlag sind in der Reihe KulturSchlüssel, herausgegeben von Gerd Simon, einige wirklich gute Reiseführer der etwas anderen Art erschienen, die – wie der Titel bereits suggeriert – dem Leser fremde Kulturen besser erschließen soll.

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Alice Aarau, JoAnn Craig: KulturSchlüssel Malaysia & Singapur
Andere Länder entdecken & verstehen

will den Lesern die vielschichtige multikulturelle Gesellschaft und Lebensweise Malaysias und Singapurs nahebringen – angesichts von drei großen Bevölkerungsgruppen mit höchst unterschiedlichem religiösem und soziokulturellem Hintergrund eine echte Herausforderung.

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Leben im alten Ägypten

Mit „Alltag zwischen Tempeln und Pyramiden“ ist das schön gemachte Sachbuch

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Leben im alten Ägypten

von Francois Trassard, Dominique Antérion und Renaud Thomazo untertitelt, und der sehr flüssig von Isa Odenhart-Donvez übersetzte Text vermag in der Tat, den Leser in den Alltag der pharaonischen Zeit zu entführen.

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Ray Audette – Neanderthin

Gesund durch Steinzeitkost?
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Ray Audette – Neanderthin

„Eat like a caveman to achieve a lean, strong, healthy body“, so der Untertitel.

Kohlenhydratreduzierte Diäten sind neuerdings in aller Munde, im Mutterland des Diätwahns, den USA, noch mehr als bei uns. Aber während Atkins, Eades, Somers und Kollegen sich beinahe ausschließlich mit dem Thema Abnehmen befassten, ging Ray Audette einen ganz anderen Weg. Gesundheitlich gebeutelt von Diabetes und rheumatoider Arthritis, wurde Audette schon früh von seinen Ärzten erklärt, dass man da nichts machen könne und er mit dem weiteren Niedergang seiner Gesundheit einfach leben müsse. Damit wollte Ray sich jedoch nicht zufrieden geben. Er begann zu forschen, im Wortsinne, er arbeitete sich durch Kilometer von Fachliteratur, suchte Experten auf – und fand schließlich eine Antwort auf seine Fragen.

Audette zeigt, dass sich die Gene des modernen Menschen seit ca. 15.000 Jahren nicht verändert haben. Genetisch ist homo sapiens aber an eine Tier- und Pflanzenwelt als Nahrung angepasst, die es heute nicht mehr gibt. Und mit Beginn der ‚Zivilisation‘, dem Ackerbau und dem Einzug von Getreide in die moderne Ernährung, tauchten auch bis dato völlig fremde Zivilisationskrankheiten auf.

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Douglas Adams & Terry Jones – Raumschiff Titanic

Starship Titanic ist ein von Douglas Adams und der Firma The Digital Village entwickeltes Computerspiel des Adventure-Genre, das 1997 erschien und 1999 in einer deutschen Version unter dem Titel Raumschiff Titanic veröffentlicht wurde.

So steht es in der Wikipedia unter „Starship Titanic“

Das Buch zum Spiel hat allerdings nicht Douglas Adams selbst verfasst, sondern Terry Jones, hinlänglich als Comedian der unsterblichen Monty-Python-Truppe bekannt, da Adams zu der Zeit nicht abkömmlich bzw. zu stark mit dem Spiel beschäftigt war.

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Douglas Adams & Terry Jones
Raumschiff Titanic

Der Roman beginnt auf einer fernen Welt namens Blerontin, die ein paar seltsame Eigenheiten aufweist, darunter das Ritual von „Fischpaste-Schnittchen“ zu festlichen Anlässen, die zwar niemand mag, die aber aus historischen Gründen zwingend vorgeschrieben sind. Solchermaßen gestärkt trifft der Leser Leovinus, einen genialen Erfinder und Architekten. Er hat das größte, luxuriöseste, eleganteste und atemberaubendste Raumschiff aller Zeiten entworfen.

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Birgit Albers-Timm & Sybille Terrahe – Der innere Kompass

Ein „Wegweiser für ein gesundes Leben“ soll das Werk der Hamburger Heilpraktikerin Birgit Albers-Timm und der freien Lektorin Sybille Terrahe sein. Ganzheitlichkeit ist den Autorinnen das wichtigste Ziel, die Leser sollen lernen, mit Geist und Körper auf einer Wellenlänge mit dem Leben zu schwingen. So führt ihr Buch dann auch nicht nur mit informativen Texten durch das Wunderwerk Körper und erklärt, wie nach unterschiedlichen Ansätzen – wie Yin und Yang oder auch Biorhythmuslehre – die Regelungs- und Steuersysteme des Körpers zu begreifen sind, sondern versucht dem Leser auch eine entsprechende Atmosphäre anzubieten durch Gedichte, Kalligrafien und eine zweifarbige Gestaltung.

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Der innere Kompass. Wegweiser für ein gesundes Leben

Ob Säure-Basen-Gleichgewicht oder Umweltgifte, Psyche oder Hormone, Allergien, die sogenannte ganzheitliche Krebstherapie, Bioresonanztherapie oder Zen-Buddhismus, man merkt dem Buch und seinen Themen an, dass die beiden Autorinnen einen breiten naturheilkundlichen Hintergrund haben und von all dem auch vieles vermitteln möchten. Wissenschaftlich gehaltene Texte wechseln sich dabei mit Lyrik oder Essays ab, und versetzen den Leser in eine entspannte Stimmung, die offen für Neues macht. Das Buch ist sehr schön gestaltet und bietet sehr viel information, der Stil weicht stark von anderen Naturheilbüchern ab und wird schon deswegen viele Leser finden, die sich davon angesprochen fühlen.

Leider bleibt aber die Auswahl der als ganzheitlich betitelten Heilweisen oft beliebig und ohne Erläuterung, ja wirkt bisweilen unkritisch und heilsgläubig. Die Bibliographie ist entsprechend ungenau und liefert nur wenige Hinweise zu wissenschaftlichen Texten, die sich mit den vorgestellten „Gesundheitsprinzipien“ auseinandersetzen. Als ein großer, weit gefasster Überblick über verschiedene naturheilkundliche Ansätze könnte das Buch dienen, wären diese genauer differenziert und eben nicht zu einem großen Ganzen zusammengefasst. So bleibt „Der innere Kompass“ ein Wohlfühlbuch, gut an einem Tag in der Sauna zu lesen, das eine weitere ausführliche Beschäftigung mit dem Thema nötig macht, aber nicht wirklich erleichtert. Zur Orientierung, als Kompass in der ganzheitlichen Medizin, ist es nur schwer geeignet.

Bewertung: ★★☆☆☆ 

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Daniel G. Amen – Healing ADD

Daniel G. Amen ist Psychiater und Neurowissenschaftler und einer der bekanntesten Forscher auf dem Gebiet von Neurologie und Verhalten. Darüber hinaus sind auch seine Kinder von ADD betroffen. Er gilt als Spezialist auf dem Bereich von Gehirnscans mit Hilfe der SPECT (single photon emission computed tomography) Technologie, und auf dieser Arbeit beruht auch sein Buch „Healing ADD – The Breakthrough Program That Allows You to See and Heal the 6 Types of ADD“.

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Daniel G. Amen – Healing ADD

Wie der Titel schon deutlich macht, geht es hier vor allem um die 6 Typen ADD, die Amen anhand von unterschiedlichen Durchblutungsmustern im Gehirn und damit korrelierenden Verhaltens- und Reaktionsauffälligkeiten ausgemacht haben will. Diese 6 Typen nennt er Klassisches, Unaufmerksames, Überfokussiertes, Temporales, Limbisches und Ring-des-Feuers ADD. Diesen Typen ordnet er bestimmte Verhaltensweisen zu, und in einem Selbsttest soll der Leser sich selbst auch in einem – oder mehreren – dieser Typen wiederfinden können. Eine genaue Einordnung ist allerdings nur mit einem speziellen Hirnscan möglich, den Amen extra weiterentwickelt hat.

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